Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-359204
242 
Bushs 
Vierzehntes 
Drittes 
Capitel. 
Bündnisse und Gegenbündnisse aufzustellen. Man hat gesagt, 
daß Falschheit ein Charakterzug der Medici war, und Leo X. 
soll sich offen zu dem GrundsaH bekannt haben: wenn man 
.mit der einen Partei ein Bündniß macht, dürfe man nicht 
aufhören mit der Gegenpartei zu unterhandeln.1 Die Seele 
dieser Künste war der Cardinal Julius Medici, nnd er sollte 
als Papst an ihnen kläglich untergehn. Parma, Piacenza 
und Ferrara zum Kirchenstaat zu schlagen, blieb jetzt der 
rastlose Gedanke Levis: das Mittel der Krieg, vor welchem 
Venedig dringend warnte: der Zweifel quälte ihn, ob dieser 
Krieg im Bunde mit dem Kaiser oder dem König zu führen 
sei.H Im Jahr 1519 sder Monat ist ungewiß; entwars er 
einen Vertrag mit Franz I.: er genehmigte die Eroberung 
Neapels für einen französischen Prinzen, nur sollten das 
Grenzland und Gaeta zum Kirchenstaat geschlagen werden. 
Dafür versprach der König zur Eroberung Ferrara7s behülf: 
lich zu sein.2 Zum Abschluß kam es nicht, denn Leo unter: 
handelte auch mit Carl, den er durch seine französischen Be: 
ziehungen zu größeren Zugeständnissen drängen wollte. Von 
ihnen machte er die Jnvestitur Neapels abhängig. Z 
Nun wagte er am Ende des Jahres 1519, da der 
Herzog Alfonso krank lag, einen ersten listigen Versuch sich 
I Gerte questa case de7 Medici he sempre avuto peculjare 
disposizione o. questo Seil. alle soopjzioneJ; e dicesi ehe paper 
Lamme s01eva dire ehe quand0 aveva facto 1ega von alcuno, non 
Si doveva restare di tratta1s co1lI a1iro principe opp0sio: Relazion 
des Antonio Soriano CA. 1531j bei Alberi sei: II. III. p. 290. 
T Cnlendar of Letters ed. Bergenr0th, Vol. II. n. 267. 
Z Siehe die klare und sorgsame Auseinanderfeizung dieser Dinge 
bei Giuseppe de Leda si0ria doc:umentata di ca1s1o V. II. 12 sq., 
einem Werk, welches der italienischen Literatur der Gegenwart zur Ehre 
gereicht.  
        

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