Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-358511
Krieg 
mit 
der 
in 
Frankreich 
Lombardei. 
173 
Kriege auf der Terra Firma gehört hatte.1 Die Zustände 
Mailands machten Ludwig Hoffnung: denn hier schalteten 
die Schweizer mit tyrannischer Gewalt. Das unselige Land 
seufzte unter der Einquartirungslast der Spanier und Eidge: 
nossen, und erlag dem Druck von Steuern zur Besoldung 
dieser rohen Kriegsknechte.2 Die Mailänder haßteu den 
Unfähigen ziigellosen Sforza, ja sie sehnten sich nach den 
Franzosen zurück, welGe wenigstens ein starkes Regiment 
geführt hatten; Parteien zerrissen die gequälte Stadt. 
Leo suchte Venedig und Frankreich vom Kriege abzuhal: 
ten, und jene Republik wiederum, ihrer alten Verbindung 
mit den Medici eingedenk, ihn zur Liga zu ziehen. Er aber 
wollte nicht dasselbe Frankreich, welches Julius eben erst 
überwunden hatte, nach Italien zurückführen. Der Politik 
seines Vorgängers mußte er getreu bleiben. Dem Vertag 
von Blois war am 5. April die Liga von Mecheln entgegen: 
getreten, geschlossen zwischen Heinrich V1I1. von England 
und dem Kaiser, und zu ihr traten Spanien und der Papst. 
Die Alliirteu verpflichteten sich, die Kirche und Mailand zu 
schützen, den König Ludwig in Frankreich selbst anzugreifen. 
Mit päpstlichem Gelde warb Girolamo Morone, der gewandte 
Kanzler Sforza9s, eidgenössische Völker an. 
Schon im Mai begann der Krieg, um sich dann mit 
Unterbrechungen endlose Jahre fortzusetzen. Die Ebene der 
Lombardei ist das classische Schlachtgefilde der Geschichte, 
worauf schon seit den Nön1erzeiten, dann fortdauernd seit 
den Gothen der Zusammenstoß der germanischen und lateini: 
E Paolo Paruta l. 13. Dumont lV. I. 182. 
2 Neid rhatrum gemituS, net: infantnm u1u1atus dura rustic0rum 
cokda in hospitiis em01liunt: Pein Martyr XXV. ep. 494.
        

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