Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-358239
Malerei. 
Die 
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hier im Monument fortzudauern, 
mehr verdient als fie.1 
hatte dieser Papst 
und keine 
Z. Die Malerei. Die sixtinischen Deckengemälde Michel Angelo7s. Das 
jüngste Gericht. Rafael. Seine Gemälde in den Stanzen des Vatican. 
Glücklicher als die Sculptur entfaltete sich die Malerei 
der Jtaliener, die vollkommenste Blüte ihres Nationalgeistes. 
Auch wenn dieses Volk nichts mehr producirt hätte, als die 
glänzende Pracht seiner Malerschulen, so würde das allein 
hingereicht haben, ihm die geistige Unsterblichkeit zu sichern. 
Nichts Störendes läßt sich in der Entwicklung der italieni: 
schen Malerei entdecken, sondern sie bietet das Schauspiel 
des organischen Wachstums einer Pflanze dar, für deren 
Gedeihen jede Bedingung gegeben ist. Alle Bildungsstoffe der 
Zeit nahm diese gefiigigste der Künste begierig in sich auf. 
Sie ruhte stets auf dem Grunde der Religion, aus welcher 
sie ihr innres Leben zog, aber sie verschloß sich zuletzt nicht 
dem Einfluß des classischen Heidentums. Was für die antike 
Religion die Scu1ptur, das war für die chkistliche in noch 
höherem Grade die Malerei: die intimste Lieblingskunst, die 
auserkorne Jnterpretin der Mhsterien und ihr mächtigstes 
Organ. Das große Capitel, welches sie in der Geschichte der 
Cultur einnimmt, ist gerade deshalb von so hohem Reiz, 
weil sie für die ganze Dogmengeschichte der Menschheit, für 
die innerlichsten Begriffe und Empfindungen der Zeitalter 
IJulius II. wurde in der Capella Sixtina begraben, welche 
Sixtus 1V. im S. Peter erbaut hatte, und wo auch er beftattet lag. 
Julius gab ihr den Namen Julia. Siehe seine Balle A. 1513 zu 
Gunsten der dortigen Sängerschule CBul1ar. Vat. Il. 350J. Paul 111. 
ließ sie abtragen, und die Gräber von S,ixtus IV. und Jul. II. in die 
Capelle des Sacraments bringen.  
Gkegp:pvias, Geschichte de: Stadt Rom. via. 10
        

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