Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-348635
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-355762
Malerei. 
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einer Capelle der Minerva erhalten, welche er zwischen 1489 
und 1493 für Oliviero Caraffa ausführte. In reichen, aber 
wirkungslosen Compofitionen verherrlichen sie die Thaten des. 
Thomas.von Aquino. Die Fresken an der linken Seiten: 
wand gingen unter, als dort das Grabmal Paul7s lV. auf: 
gestellt ward. 
Von keinem Maler jener Epoche erhielten sich so viel 
Werke in Rom, als von Pinturicchio. Er malte hier schon 
zur Zeit Sixtus lV. Für Domenico Rovere sch1niickte er 
dessen Palast im Borgo aus, und malte für ihn und andere 
noch erhaltene Fressken in S. Maria del Popolo, so jene in 
der CapelIe S. Hieronymus und in der S. Augustin7s, 
welche Johann Rovere, der Herzog von Sora, gestiftet hatte. 
Auch im Chor der Kirche ist das Deckengewölbe von seiner 
Hand. In der Capelle Buffalini in Araceli stellte er Scenen 
ans dem Leben S. Bernardinis dar. Diese schönen Gemälde 
sind leider stark iibermalt worden,s und nicht minder die 
Fresken in der Tribüne von S. Croce in Gerusalemme, 
welche Kirche der Cardinal Pier Gonsalvo di Mendoza im 
Jahre 1492 hatte wiederherstellen lassen. Pinturiechio malte 
sie im Auftrage des Cardinals Bernardino Carvajal. Sie 
stellen die Auffindung des Kreuzes durch die Kaiserin Helena 
und seine Zurückführung nach Jerusalem durch Heraklius in 
so reichen und anmutigen Co1npositionen dar, daß sie zu den 
besten Werken jenes Künstlers gehören. Auch einige Bilder 
aus der Schule Perugino7s in S. Onofrio werden Pintu: 
ricchio zugeschrieben, doch sind sie zweifelhaft, gleich den ähn: 
lichen Malereien in der Sakristei der S. Cäcilia und im 
Chor von S. Lorenzo vor den Mauern. 
Schon für Jnnocenz VIlI. hatte Pinturicchio im Beide:
        

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