Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-348635
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-355512
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Dreizehntes Buch. 
Siebentes 
Capitel. 
find. Mit ihm begann die neue Architektur:Epoche Roms, 
die im folgenden Jahrhundert zu ihrer vollen Entfaltung 
kam. Doch baute er schon zur Zeit Alexanders W. an der 
heutigen CancelIaria, und dem jetzt sogenannten Palast Gi: 
raud oder Torlonia, den edelsten Musteru des profanen 
Renaissancebaues überhaupt. 
Die CancelIaria ließ Rafael Riario, den andern Palast 
im Borgo Hadrian von Corneto errichten, ohne ihn zu 
vollenden.I Beide Paläste sind weltbekannt, namentlich der 
erste durch den schönsten aller Säulenhöfe Roms berühmt. 
Denn dieser Hof war auch hier, wie im Palast von S. 
Marco, die Hauptaufgabe des Architekten, und dort, 
wie hier, wurde auf ganz unpassende Weise die anstoßende 
Kirche in den Palast hineingezogen.2 Der Bau dauerte viele 
Jahre. Er verschlang manche Travertinqnadern. des Colos: 
seum, das heißt solche die schon am Boden lagen, und andre 
von einem sogenannten Bogen des Gordianus ans, dem Es: 
qnilin bei S. Vito, welcher damals zerstört wurde.3 .Man 
behauptet sogar, daß die 44 antiken Granitsäulen, welche 
die herrlichen Hallen des Hofes tragen, der alten Basilika 
T Als Hadrian A. 1517 aus Rom entfloh, schenkte er seinen Palast 
Heinrich Vl1l. von England; dieser gab ihn an Ca1npeggi. Es wohnte 
darin der letzte Gesandte Englands in Rom. Nach vielen andern Schick: 
salen wurde der Palast unter Clem. x1. Eigentum des Grafen Giraud; 
heute besitzt ihn Torlonia. 
I Die Jnschrift an der Fac;ade des Palasts gibt A. 1495 als Ers 
bauungszeit der Kirche und des Palasts an, was in Bezug aus den 
Bau des letztern nicht genau sein kann: Raphegi Marias sav0nensis 
S. Ge0rgij card. S. R. B. Camera1sius a Sixt0 qujnto P0nt. M. 
h0norjb. an f0rtu11jS h0nestatus templum divo Laurentj0 martyrj 
c1icatum est sales a fundamentis san impe11sa seiest MCCCCLXXXXV. 
Alex. P. VI. P. M. 
I Albertini p. 59, Andreas Fulvius IV. 245.
        

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