Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-348635
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-354528
Hebräksc2e 
SPMQe. 
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Hebräisch zu lernen, suchte noch sein Freund Bruni zu be: 
weisen, daß die hebräische Literatur für die Wissenschaft un: 
nütz sei.1 Es fanden sich indeß in Venedig und Florenz 
Gelehrte, welche das Hebräische betrieben, aus der richtigen 
Erkenntniß, daß die Uebersetzung der Vulgata nicht ausreiche, 
und man dafür auf die Urquelle zurückgehen müsse. Pico 
della Mirandola war des Hebräischen und Arabischen mäch: 
tig; auch Traversari verstand Hebräisch; er war hochbeglückt, 
als ihm in Rom Mariano, der Bruder des Stefano Por: 
card, einen hebräischen Codex schenkte, welcher die Psalmen, 
Hiob und andere Schriften enthielt.2 Mit Leidenschaft lernte 
der Florentiner Gianozzo Manetti Hebräisch, ein vielseitig 
gebildeter Mann, der als Rhetor das Wunder seiner Zeit 
war. Der Neid seiner Mitbürger trieb ihn, nachdem er 
hohe Aemter in der Republik bekleidet hatte, ins Exil, erst 
nach Rom, dann zu Alfonso nach Neapel, wo er am 26. Ort. 
1459 starb.3 Nicolaus V. machte ihn zu seinem Secretär 
in der Absicht, seine Kenntnisse im Hebräischen zu verwerten; 
denn auch orientalische Handschriften sammelte der Papst. 
Er setzte 5000 Goldstücke für die Auffindung der hebräischen 
Urschrift des Evangelium Matthei aus. Manetti sollte für 
ihn die ganze Bibel aus dem Hebräischen nnd Griechischen 
übersetzen, und außerdem ein apologetisches Werk in 
4 Tiraboschi VI. 1l. c. 2.  Leon. Aretin. Ep. IX. 12 an Joh. 
Cirignanus von Lucca. 
2 Ambr. Ca1nald. Ep. Xl. 1G.  Girolamo Ranusio von Venedig 
übersetzte den Avi6enna aus dem Arabischen. 
Z Vita Jan0ctij Manetti von Na1do Naldj, Mnrat.. XX. P. Cortese 
sagt Von ihm vortrefflich: ex qn0 p1s0fe0to inte1ljgj p0tSst, plus m1ere 
ar1s famam  unius simp1ic:is generis vjktutem abs01ntam, qnam 
1nn1tA; i1nnexa generss.1s virtntum non perfec:tarum: p. 2s27.
        

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