Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-348635
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-352987
Ermordung 
GandiaIs. 
401 
beigesetzt, wol in der Familiencapelle seiner Mutter Vanozza.1 
Gandia, kaum 24 Jahre alt geworden, war troHdeIn der 
einzige Von den Söhnen Alexanders, der ein Geschlecht be: 
gründete. Er hinterließ von seiner spanischen Gemalin 
Maria Enriquez einen Sohn Juan, und von ihm stammte 
eine zahlreiche Nachkommenschaft von Herzogen, Prälaten 
und Cardinälen. Dieser Zweig der Borgia verblieb in 
glücklichen Verhältnissen in Spanien. Ein seltsames Geschick 
fügte es, daß ein Enkel des Ermordeten, der Herzog Frau: 
cesco von Gandia, der dritte General des Jesuiten:Ordens 
wurde. Er starb im Jahre 1572, und wurde heilig ge: 
sprochen.2 
Das gräßliche Ende seines Sohnes, die Vorstellung daß 
er von einem Düngerhaufen, er selbst wie Kehricht in den 
Tiber geworfen sei, der Hohn der Welt und viele andere 
schreckliche Gedanken machten den Papst fast sinnlos. Er 
schloß sich im Palast ein. Man hörte ihn tin Gemache weinen. 
,,Jch weiß seinen MörderIV so soll er ausgerufen haben. An 
seiner Thüre flehte der Cardinal Segobia und flehten andere 
Höflinge. Endlich öffnete er. Er aß und trank nicht, und 
schlief nicht Vom Donnerstag Morgen bis zum Sonntage. 
4 Diese Capelle besaß schon ihr Mann Georgxde Croce. Jst In: 
strumenten des Archivs Sancta sa.nct0r. heißt sie bald cape11a de1 
cokpo di Oristo, bald della Mac1onna. Bis ins XV1ll. saec:. las man 
dort Seelenmessen, welche Vanozza für sich und ihre Kinder gestiftet 
hatte. LAdinolfi7s Abschrift eines Jnstruments jenes Archivs Armad.. IV. 
mazzo VI. n. 49.I Die C0ngregazione della Sacke. vjsita schaffte sie 
A. 1786 ab. 
2 Stammtafel bei Moreri.  Schon am 6. Ort. 1492 erlaubte 
Alex. VI. .Jo11i LDucj GandiacsI et, Maria Enrjquez ejus uxorj 
ut n qu0cunque conkessario p0Ssint absolvi. Ex Reg. Alex. VI. 
Mscr. Barberini. 
Gregorovi us, Gcsi.,vichtc der Stadt Rom. V1l. A;
        

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