Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-348453
702 
Buch. 
Zwölftes 
Si.clsentes Capitel. 
den Titusbogen hin stand der Palast der Frangipani mit 
Gebäuden, die mit dem Amphitheater zusammenhingen.I 
Als sich in der Avignonischen Zeit der Sturz des Adels voll: 
zog, ward das Colosfeum Eigentum des römischen Volks. 
Im Jahr 1381 kam der dritte Teil davon an die CapelIe 
Sancta Sanctorum, durch Schenkung des Senats. Man 
sieht noch heute das marmorne Wappen der Briiderschaft an 
einem der innern Bogen, und darf daraus schließen, das; 
die beiden östlichen Umfassungsringe. bereits, und vielleicht 
seit dem Erdbeben von 1349 niedergestürzt 1varen.2 Die 
Steine wurden als Baumaterial verschleppt; mit Bewilligung 
des Senats mochten selbst Travertinquadern noch stehender 
Teile verkauft werden. Einflußreiehe Große erlangten ohne 
Mühe die Erlaubniß, antike Monumente zu verwenden. 
Paul Orsini bekam sie im Jahre 1413 von Johann XXl1I. 
für ein altes Gebäude auf der Canaparia am Palatin. Z Die 
I Am 22. Ort. 1338 verkaufte Petrus Riccardi Frangipaui ex das 
minis castri Cjsterne dem Ursus Urstni qumstam part.em Pa1atij magni 
         
III. n. 21. 
T Marangoni, Mem0rje su1 Co1osseo Bd. II. p. 80 sq. Das Wappen 
ist das Bild Christi zwischen zwei Leuchtern, dem Stil nach aus saec. XIV. 
Auch ein Free7eobild, Jerusalem darstellend, in einem innern Bogen des 
Colossenms, mag jener Zeit angehören. Jene Brüderfc;aft soll ein förmi 
liebes Hospital im Colosseum angelegt haben; auch soll dort ein Nonucns 
kloster gewesen sein. Daß sich bilßende Frauen im Colosseum einmaneru 
ließen, um hoch in den Lüften zu fd;webeu, bezweifle ich nicht. 
S Fea, su11e Rovjne p. 398 erwähnt eines Ausgebots von Steinen des 
Coloffeums durch den Legateu des Papste, nach A. 1362; doch er begründet 
seine Angabe nicht.  Das Breve für Pa1il Orfmi dar. Romas ap. s. 
Petr. II. Id. Jan. a. III. CTheiner n. 136J: omnes et sjngu1as quans 
         
sive n0minis 1apides subtus et sup1sa faoiem 11ujusm0sji parjetis exiStens 
tis in lJrbe, in 10c0 vic1. Canaparia.
        

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