Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-346632
520 
Buch: 
Zwö1ftes 
Capitcl. 
Drittes 
drei: oder viermal des.Tags trat er ans Fenster, die Glocke 
in der einen, die Fackel in der andern Hand, und mit haß: 
flammendem Angesicht fluchte er auf das Heer des Königs 
hinab. 1 
Die Stadt Nocera war gefallen, die Burg hielt sich 
noch in äußerster Bedrängniß. Die. Schilderung, welGe die 
deutschen Geschichtschreiber Theodorich und Gobelin von Pa: 
derborn von dieser Belagerung gemacht haben, gehört zu 
den fesselndsten Historien jener Zeit. Am  Juli kam zum 
EntsaH des hungernden Papsts Raimondello Orsini, Sohn 
des Grafen von Nola, erst Anhänger Durazzo7s, dann das 
Haupt der noch in Waffen übrig gebliebenen Anjoinen.. 
Der Graf schlug sich durch die Belagerer und in die Burg 
zum Papst. Doch längerer Widerstand war unmöglich. 
Schon hatte Urban Boten an Antonio Adorno, den Dogen 
von Genua geschickt, und zehn genuesische Galeeren liefen in 
den Hafen von Neapel, ihn aufzunehmen. Am 7. Juli 
brach er von Nocera auf, geleitet von RaimondelIo und 
gedeckt von ranbgierigen  Soldbanden, Von Jtalienern, 
Franzosen, Brettonen nnd Deutschen, welche jeden Augen: 
blick bereit waren, den Papst zu verkaufen, wenn er ihre 
Forderungen nicht befriedigte. Auf der stürmischen Flucht 
wurden die gefangenen Prälaten mit fortgeschleppt. Von 
Martern abgezehrt und in Ketten, vermochten sie kaum sich 
auf den Pferden zu halten; einer von ihnen, der Bischof 
von Aquila, reizte den Argwohn Urbanls; der Papst ließ 
ihn todtschlagen, und einem Hunde gleich am Wege liegen. 
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