Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-346057
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ZwölfteZ, Buöh. 
Zweites 
Capitel. 
er gestattete der ganzen Christenheit, Florentiner, wo 
immer sie lebten und ssichsbefänden, auszupliindern und 
sselbst zu Sclaven zu machen. Florenz war schon damals die 
schönste Blüte des italienischen Geistes. Dies graziöse Volk, 
aus dem bereits Dante, Giotto und Petrarca hervorgegangen 
waren, und in welchem eine aufkeimende Wunderwelt von 
Geistern, ewigen Zierden der Menschheit, ruhte, wurde 
durch den Papst zum Range einer Negersclavenhorde herab: 
gesetzt und der raubgierigen Welt dargeboten. Wennider 
Dichter der göttlichen Komödie damals noch gelebt hätte, 
so würde er in Gefahr gekommen sein, der Knecht des ersten 
besten Freibeuters zu werden, in dessen Hände er fiel.I 
Als Donato Barbcidori, der Gesandte der Republik, diese 
gottlose Sentenz im Eonsistorium zu Avignon vernahm, 
warf er sich vor ein Kreuzbild auf die Kniee nieder und 
appellirte an das Urteil des Weltrichters Jesus Christus. T 
Der finstre Fluch Gregor7s XI. wirft einen um so hel: 
leren Glanz aus die Florentiner, die geistvollen und mutigen 
Bürger, welche ihr obwol mißgliickter Versuch Italien die 
nationale Unabhängigkeit zu geben, würdig gemacht hat, 
diese Wiedergeburt auf andern Wegen der Civilisation zu
        

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