Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-345679
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Puck 
Zwi5Iftes 
Capicel. 
Erstes 
Ro1nzug vor der Stadt an. Es war der Morgen des 
16. Octobers, am Sonnabend. Als Petrarea Urban den V. 
zur Heimkehr ermahnte, hatte er ihm gesagt, daß die Engel 
selbst ihn am Tore Rcm7s empfangen würden. Aber wenn 
himmlische Geister sich herabgeschwungen hätten, dem feier: 
lichen Einzug Urban7s beizuwohnen, so würde sie der krie: 
gerische Lärm von Pauken und Trommeten und der Anblick 
der langen Reihen gepanzerter Reiter alsbald hinweggeschreckt 
haben.1 Der Statthalter Christi zog in die heilige Stadt, 
wie ein zu Kampf und Krieg geriisteter General oder ein 
erobernder König an der SpiHe einer Armee. Wir ver: 
zichten darauf die Gefühle auszusprechen, welche die Seele 
Urban7s bestürmten, als er den altersgrauen Dom des S. Pe: 
ter vor sich aufsteigen, als er die Mauern, die Türme, die 
Ruinen der ewigen Stadt vor sich sah. Das römische Volk, 
die Magistrate, der Clerus. waren ihm entgegengeströmt, 
mit Palmen, Blumen und Fahnen, und heiligen Gesängen 
den endlich wiedergekehrten Gemal der abgehärmten Roma 
einzuholen. Der Graf Amadeus von Savoyen, Nicolaus 
von Este, Rudolf von Camerino, die Malatesten, zahllose 
Barone und Ritter, die Bannerschasten vieler Städte beglei: 
teten, erössneten und schlossen mit ein Paar tausend Reitern 
und mit mehr Fußvolk den geistlichen Zug. Der Papstritt 
auf weißem Zelter, dessen Zügel italienische Fürsten hielten, 
während der Herr von Camerino die Fahne der Kirche über 
feinem Haupt entfaltete. Elf Cardinäle, die meisten finster 
und argwöhnisch umherblickend, waren mit ihm. Mehr als 
1 Quid segniS militaribus opus eskP satiS esset okux Christi  
        
calumnias. 0pp. Basil. p. 1073.
        

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