Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340993
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-342737
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Elftes Buch. 
Drittes Capitel. 
eine so weite Ausdehnung gegeben hatte; sie appellirten endlich 
an die heilige Schrift, als die einzige gültige Autorität in 
Sachen des Glaubens. Als glühende Monarchisten unter: 
warfen diese Theologen die Kirche dem Staat. Jhre ketze: 
rische Richtung kündigte einen neuen Process in der Mensch: 
heit an, in welöhem die Einheit der katholischen Kirche 
unterging. 
Man übersehe nicht, daßdie Kämpfer für die Sache 
Ludwig7s des Baiern nicht einer einzigen Nation angehörten, 
sondern daß sie die Culturvölker des Abendlands vertraten; 
denn Marsilius war Jtaliener, Johann von Jandunum 
Franzose, Wilhelm,Ockam Vritte, Heinrich von Halem und 
Lnpold waren Deutsche. 
Z. Ludwig versöhnt sich mit Friedrich Von Oesterreidh. Die GnelfensLiga. 
Castruccio Castracaue. Die Ghibellincn rufen Ludwig. Parlament von 
Trient. Ludwig nimmt die eiserne Krone. Er rückt bis vor Pisa. Ums 
wälzuug in Rom. Sciarra Eolonna, Capitän des Volks. Vereitelte 
Versuche des Carbinallegaten, der Neapolitane7: und Exilirten, in Rom eins 
zubringen. Sieg Sciarra7s im Borgo des Vatikan. Pisa fällt. Ludwig 
und Castruccio marsd;iren nach Rom. Einzug des Königs. 
Das beruhigte Deutschland machte es Ludwig bald mög: 
lich, in Person nach Italien herabzuziehen, wohin ihn die 
GhibelIinen immer dringender riefen, und das Verlangen, 
dem Papst zum TroH die Krone des Reichs in Rom zu neh: 
men, ihn trieb. Im März 1325 versöhnte er sich mit seinem 
gefangenen Nebenbuler durch den TrausniHer Vertrag. Dies 
deutsche Friedenswerk suchte der Papst vergebens zu zerstören. 
Not und Einsicht bewogen die ehemaligen Kronprätendenten 
zu dem zweiten und dauernden Vertrage von München am 
5. September, und dem Papst, welcher Frankreich, Ungarn,
        

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