Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-334912
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Neuntes Buch. 
CCpitkII. 
ZweiteS 
Während diese Grafen das untere Latium beherrschteu, 
bildeten andre Vasallen der Kirche mehr oder minder lang 
dauernde Ritterhäuser; so die Herren Von Sculgola im Volsker: 
gebirg aus dem deutschen Geschlecht des Galvan und Konrad; I 
so die Barone von Supino; die Guido von Norma; die Herren 
von ColIedimezzo mit Namen Lande und Berald, und andere 
Lehnsmannen langobardischen Ursprungs.2s Außerdem drangen 
die Colonna von Palästrina immer weiter in das Herz der 
Campagna vor, wo sie bereits Gennazano und Qlevano, auch 
Teile von Paliano und Serrone besaßen;3 während die 
Frangipani Von Astura bis Terracina in der Maritima den 
meisten BesiH erworben hatten.  
Das ackerbauende und triftenreiche Latium, ohne Handel, 
ohne Gewerbe wie noch am heutigen Tag, war überhaupt der 
SiH großer nnd kleiner Landbarone, seiner Gutsherren, denn 
bedeutende Städte gab es dort nicht. Die meisten Orte waren 
ummauerte Flecken CCastraJ, mit einem düstern Felsenschloß 
Gerechtsame im Oastrum Llete11anici, in Alatri, Froßnone, Turrice, Ces 
perano, PiperUo, Setia, Nympha. Seine Kinder: Landulf, Berard, 
Thomafta und Adclasia. 
1 Ccneins f01. 157: qun1jter Gua1ganus de Scu1ouIa res 
cogu0vit castrum jpsum jmsis b. Petri esse, et haben; illud in c11stos 
dies. Urkunde vom 13. Juli 1158, die erste über dies Gesehlecht, so viel 
mir bekannt ist.  Im Archiv Eolonna mehre Urkunden ans saec.,XIlI. 
und XIV; die älteste enthält das Testament des C0nradus de scu1gu1a 
til. quond. dni Ga1gani, vom 1. Jan. 1270 CScaf. XIll. n. 3I. Dessen 
Sohn Galganus hatte drei Söhne: Conrad, Simon und den Card. Gots 
fried von S. Georg in Belabro. Ibid. Scaf. xVIl. n. 4, Pergam. vom 
28. Febr. 1270.   
2 Eollismedii, zerstörte Burg im Volsciseheu, wo der Name des Los 
eals noch dauert. Das späte Fortbestehen dieser gern1anisä;eu Erob.sms in 
vielen Rittergeschleehtern Latin1n7s ist eine sehr merkwürdige Thatsache. 
S Am 2l. DecJ 1232 verkaufte 0dc1o de Co1umpna dominus 01jlumi 
feinen Anteil am Cast1sum P.ss1i:n1i und Serroncs der Kirche. Ccncins fu1.140.
        

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