Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-340802
Die 
Stadt im XlII. 
Jahrhundert. 
647 
Lateran zu war noch einigermaßen bevölkert. Denn im 
Ritualbuch des Cencius werden bei Gelegenheit der Aus: 
teilung von Geldgeschenken für Ehrenpforten auf der Strecke 
vom Turm Cartnlaria bis zu S. Nicolans am Colosseum 
23 Häuser bezeichnet, darunter der Familien Mancini, Rai: 
nuci, BulgarelIi und Crassi. Dagegen nahm die Bevölkerung 
vom Colosseum zum Lateran wieder ab, und von S. Cle: 
mente aufwärts bis dorthin wird, kein Haus angesiihrt.1 
Der Aventin, zur Zeit Otto,s II1. noch bewohnt, dann ver: 
ödet, wurde von den Savelli eingenommen. Sie besassen 
hier schon lange einen Palast bei der S. Sabina; denn 
Honorius I1I. schenkteseinen Teil davon den Do1ninicanern 
zum Klosterban. Honorius 1V. baute ihn zu seiner eigenen 
Residenz aus, nnd umgab ihn mit Mauern, Zinnen und 
Türmen. Große Reste dieser savellischen Burg in der Bau: 
weise, die man saracjnesco nennt, haben sich noch erhalten. 
Sie blieb der Hauptsitz des Geschlechts, und dieses beseHte 
später. auch die Marmorata und das Marcellusfheater. Hono: 
rins IV. wollte überhaupt den Aventin neu bevölkern. Er lud 
viele Römer dort zum Anbau ein nnd gab dem verödeten Hügel. 
schon durch seine Residenz ein neues Leben; doch der Mangel 
an Wasser ließ diese savelIische Colonie nicht gedeihen. E 
Volkreicher waren die Abhange des Esquilin, weil dort 
vielbesnchte Kirchen standen, wie die S..Maria Maggiore, 
bei welcher Nicolaus IV. eine päpstliche Residenz angelegt 
l 0rdo des Ceucius p. 190. Obwol er sagt, daß manche nomjua 
transacta sont et termi11i sive Signa m11tgta, so war doch jenes Viertel 
noch zu seiner Zeit bevölkerter als heute.   
2 T0t11sque illa meins re110vatur in aedificiis LPtol. Luceus. 
XXIVs C. 13J.  S. auch Platina, Vita H0n. 1V.
        

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