Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-339810
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ZShntes Buch. 
Capitel. 
Sechstc8 
Sanction, indem er am 22. Februar 1300 die Jubelbulle 
verkiindigte, welche allen denen,.die während des Jahrs die 
Basilike1r von S. Peter und Paul besuchen würden, völligen 
Siindenablaß verhieß. Die Einheimischen sollten dreißig, die 
Fremden fünfzehn Tage lang diese Wallfahrt fortseZen. Nur 
die Feinde der Kirche wurden ausgeschlossen; als solche be: 
zeichnete der Papst Friedrich von Sicilien, die Colonna und 
ihre Anhiinger, und sonderbarer Weise alle Christen, welche 
mit Saracenen Handel trieben. Bonifacius benuHte dem: 
nach das Jubiläum, feine Gegner öffentlich zu brandmarken 
und als vom Gnadensöhag des ChristentnmsAusgeschlosse11e 
zu erklären.1  
Der Zudrang war beispiellos. Rom bot Tag nnd 
Nacht das Schauspiel von heergleich hereinströmenden oder 
herausziehenden Pilgerin dar. Ein Betrachter dieser großen 
Scene konnte von einer Höhe der Stadt herab von Süd, 
Nord, Ost und West Menschenschwärme gleich wa11dernden 
Völkern auf den alten Römerstraßen herankommen sehen, 
und wenn er sich unter sie mischte, Mühe haben, ihre Hei: 
mat zu erraten. Es kamen Jtaliener, Proven;;alen, Frau: 
zosen, Ungarn, Slaven, Deutsche, Spanier, selbst Englän: 
der.2 Jtalien gab den Wandernden die Straßen frei, und 
hielt Gottesfrieden. Sie zogenVeinher im Pilgermantel, oder 
1 Balle Antiqu0rum habet. ödes 1se1ati0 CRayUald a. 1300 n. 1VJ. 
Clemens V1. verkürzte das Jubilänm auf 50 Jahre; Gregor XI. auf 33, 
Paul ll. auf 25 Jahre.  Balle Nupe1s per a1i:1s, Rom J. März 1300 
cTosti, 11. p. 283;. 
T Südfrankreich sandte, wie immer,,die meisten Pilger, England, 
wegen der Kriege, wenige. S. des Jacob Stefcmeschi De centes 
sjm0, sen jubilaeo arme Libe1s CV01. XXV. Bibl. Max. Vet.. Pan: 
P. 936s944J.
        

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