Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-339251
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Zehutes Buch. 
Wertes Capitcl. 
.und Erbe Carl II. war kriegsgefangen in der Gewalt Peteris 
von Aragon. Kurze Zeit nach dem Könige starb auch Mar: 
tin IV. in Perugia, welches sich der Kirche wieder. unterwor: 
fen hatte, am 28. März 1285.1 Ob1vol es ihm gelungen 
war, durch die Hülfe selbst des Königsmörders Guidosvon 
Montfort, den er begnadigt hatte, um ihn dem GhibelIinen 
Guido von Montefeltro entgegenzustellen, und durch die Unter: 
stüi;ung des Königs Philipp von Frankreich die Romagna 
und manche andre Stadt zum Gehorsam zu bringen, so ließ 
er doch Italien in Flammen zurück. E Die von ihm unzäh: 
lige Male excommunicirten GhibelIinen waren nicht bezwun: 
gen, und Peter von Aragon achtete seiner Bannbullen nicht, 
die ihm verboten, die Krone SicilieniZ zu tragen. Der 
.1 Uebermäßiger Genuß fetter Aale ans dem See: von Bolfena soll 
ihm den Tod zugezogen haben. Nutrirj quidem facicbat vers in laute, 
et submergi in vin0. Unde quidam I1uic: 1sei alludere volens seit: 
GaucicanL anguillae, qu0cl m0rtu11s est 11om0 i1le, 
Qui quasi m0rte was excoriebat eas. s    
Franc. Pipin. p. 726. Ben. von Jmola im Commentar zum Dante 
p. 1224 smit Bezug auf die Stelle Dante7s: e purga per digiun0 Paris 
         
vu1t natare in vin0 in Hintre. 
T Ueber die Ernennung Moniforts s. den Brief des Papsts, Orvieto 
V; Id. Maji, a. 1Il., Dud;esne V. p. 886; ferner Gestad Pl1jlippi III. 
per Gkuil. de Nang. im .Recuei1 XX. p. 524.. Niemand. nahm daran 
Anstoß. Guido v. Montfort wurde bald darauf Vom f1cilischen Admiral 
gefangen und starb im Kerker. Seine Tochter nnd Erbin Anastas1a war 
vermält mit Rotnanellus Gentilis Ors1ni; durch sie kam Nola an die.Ors 
ftni. Ihre berüehtigte Mutter Margareta war Erbin der Aldobrani 
difchen Güter Pitigliano und Soana, die auch an die Orsini fielen. Sie 
hatte ihre älteste Tochter Thomafia von Guido wider dessen Wissen Vers 
mält mit Petrus de Vieo idem Sohn des gleichnamigen bekannten MannesJ, 
a. 1295 Stadtpräfect. Thomasia, noch nicht 18 Jahre alt, reclamirte als 
Erstgeborne ihr väterliches Erbgut von Ro1nai1ellus Orsmi. Staatsarchiv 
Neapel, Reg. Car01i II. 1294. C. 65. f01. 145 sq.
        

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