Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-334486
Piipst1ichex 
iungszUss 
Krö1 
15 
Traditionen, 
Geld aus. I 
warfen 
Kämmerer 
TM 
fünf 
bestimmten 
Orten 
Ueber die Fora, durch die Triumfbogen des Septimius 
Severns und Titus, am Colosseum vorüber, an S. Elemente 
vorbei, erreichte der Zug den lateranischen Plag. Hier empfing 
den Papst der Clerus des Lateran mit feierlichem Gesang. T 
Man geleitete ihn zum Porticus,s wo er sich auf einem an: 
tiken Marmorsessel, der sella ste1scoraria, niederließ. Die 
symbolische Ceremonie tiefster Erniedrigung des Oberhaupts 
der Christenheit auf einem Stul solches Namens ist vielleicht 
der bizarrfte Gebrauch des Mittelalters, von dem man heute 
nur mit Lächeln hören kann. Aber herzueilende Cardinäle 
erhoben den heiligen Vater vom Sessel der Ungebür mit den 
tröstlichen Worten der Schrift: ,,Er richtet den Dürftigen 
aus dem Staube auf, und vom Kote den Armen.tt3 Der Papst 
blieb stehen, nahm aus dem Schooß eines Kämmerers drei 
Handvoll Gold, Silber und Kupfer, und warf sie unter das 
Volk mit dem Spruch: ,,Gold und Silber ist nicht für mich; 
I Vor S. Peter; am Turm stephanj Petri; am Pa1atium Ce11tij 
Musc:ae in Punga; bei S. Marco; bei S. Adriano.. 
s2 S. Bd. IV. 6l4: S. Elemente blieb damals dem Zug rechts, nicht 
wie heute links.v Jacob Stesaneschi sagt:  
      
 Qu0que plus co1iturs Clemens, qui dexter eunti est  
S Ducitu1s a cardinalibus ad sedem Iapidea1n, quae .sedes dicitur 
stercorarjFa  lJt vers dicere possil:: Suscita.t de pu1ve1se ege11um, 
de stekcore e1sigjt pauperem: at; sedeai: cum principjbus et so1ium 
gloriae teneat. 0rd0 XI1. Die erste Erwähnung der sterc0ra1sia mit 
Namen. Nod; Julius I1 setzte sich darauf, und zum letzten Mal Leb X. 
Es ist bekannt, daß die ste1sc0rakia, und zwei andere durcbbrochene Pors 
Phyrsessel mit der Fabel der Päpstin Johanna in Verbindung gesetzt wurden. 
S. Bd. IlI. 127; Cancellieri del Possesso p. 236; Döllinger, Papsts 
sabeln P. 30 sq. Pius VI. ließ die Porphyrsessel polieren und im Vatican. 
Museum ausftelle11. Dort sieht man noch einen derselben.
        

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