Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-336486
Rom. 
Segen 
Friedrich; 
ZUg 
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solche Großmut würde ihm mehr Vorteil gebracht haben, 
als die Verzögerung der Papstwahl ihm bieten konnte, und 
diese mußte er am Ende vollzogen wünschen, um mit dem 
neuen Papst den Frieden zu schließen, dessen er dringend 
bedurfte. 
Im, Februar 1242 schickte er Boten an die in Anagni 
versammelten Eardinäle, sie zur Wahl zu ermahnen; er 
selbst würde nicht so bald wieder in das Römische einge: 
rückt sein, wenn ihn nicht die Römer dazu gereizt hätten. 
Denn im Mai 1242 zogen sie mit Heeresgewalt gegen 
Tivoli, wo der Kaiser eine BesaZung unter dem Haupt: 
mann Thomas de Montenigro zurückgelassen hatte.1 Hierauf 
ging Friedrich im Juni inis Marsische; er lagerte am See 
von Celauo auf jenen Gefilden, wo nur 26 Jahre später 
sein glorreiches3 Haus in seinem Enkel den Untergang finden 
sollte. Er ahnte dies so wenig, als der junge Graf Rudolf 
von Habsburg, der ihn in Avezzano begleitete, es ahnen 
konnte, daß er einst selbst nach dem Fall der Hohenstausen 
die Kaiserkrone tragen würde. 2 Im Juli zog Friedrich gegen 
Rom, schlug .von neuem. seine.Zelte im Albanergebirge auf, 
und strafte die Römer durch Verwüstung der Campagna so: 
wol wegen ihrer Feindseligkeit gegen Tivoli, als wegen der 
Gewalt, die sie dem Cardinal Colonna und andern kaiserlich 
1 Darauf bezieht sich der hef1ige Brief Friedrieh7s an vie Römer 
CPetr. de Vin. II. c. 8J: vestra disso1vctur Babylon, Damasc:us des 
tiefer, sutT1atorju1n co11sumetur in jgne. AUsdrüclich spricht er von 
ihren Angriffen gegen Tivoli. Mit UnreeI;t stellt HuilIard den Brief in 
den December 1243.  
2 Böhmer Regest. p. 192 zeigt Rudolf Graf von HAbSVUVg TM Mai 
1242 beim Kaiser zu Capua, woraus ich wol mit Recht schließe, daß er 
auch einen Monat ss3äter in Avezzano bei ihm war.
        

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