Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-336405
Unternehmungen 
Siegreiche 
des Kaisers. 
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Spott roher Matrosen gequält, bis sie die Kerker Neapel7s 
oder Sicilienis erreichten. Sie hingen dort, wie der Papst. 
mit ihnen klagte, ihre Harfen an die Trauerweiden des 
Euphrat auf, und erwarteten das Urteil Pharao7s.1 
Der Priesterfang machte ein großes Aufsehn in der 
Welt; nie hat die Kirche dies ,,gottlose Attentatii, wie sie es 
nannte, dem Kaiser vergeben. In dem eben eroberten Faenza 
empfing er die Nachricht von dem Handstreich, der ihn vom 
Concil befreite. Das Glück begiinstigte seine Fahnen: Genua 
war gedemiitigt; Mailand von den treuen Pavesen besiegt; 
Benevent erobert; das heldenmiitige Faenza gefallen. Des: 
halb beschloß Friedrich, statt Bologna zu belagern, wieder 
auf Rom zu marschiren. So stand der Krieg zwischen Kaiser 
und Papst in neuen Flammen, und wie unheilvoll er für 
Europa war, zeigte sich gerade jetzt, wo die Kunde von dem 
Einfall wilder Barbaren im Osten sie beschämte. Die scheuß: 
lichen Horden der Tartaren Octai7s verwiisteteu gerade Nuß: 
land, Polen und die Donauländer, und sie erneuerten im 
lateinisches: Abendland den Schrecken, der einst den Hunnen 
voraufgezogen war. Die entfeHte Christenheit flehte Kaiser 
und Papst um Rettung an, aber sie hörte zu ihrer tiefen 
Beschämung den Kreuzzug gegen den Kaiser vom Papste 
predigen, und jenen erklären, daß er sich erst dann wider 
die Tartaren wenden könne, wenn ers den Qberpriester der 
Christenheit zum Frieden würde gezwungen haben. Als er 
im Juni 1241 in das Spoletanische eingeriickt war, schrieb 
I Muth. Paris cp. 563J hat mit einiger Bosheit ihre Leiden bei 
schrieben. Turba p1sae1atorum, Pfaffe11f6hwarm, nennt sie Friedrich vers 
äciztlici; CPetr. de Bin. I. c. 8J. Schöne: Troi1brief des Papste an die 
gefangenen Cardiniile bei Naynald ad a. 1241 n. 71.
        

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