Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-333919
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-336049
Krieg des Papsts mit Rom. 
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zur Hülfe bereit. Die Empörung seines Sohnes Heinrich in 
Deutschland und dessen verräterische Verbindung mit den Lom: 
barden würde ihm verderblich geworden sein, wenn Gregor 
sie begiinstigte; er eilte daher mit seinem zweiten Sohn Konrad 
Unaufgefordert nach Rieti, dem Papst seine Truppen gegen 
die Stadt Rom nnd die Rechte des römischen Volks dar: 
zubieten.1 Der Schwächere ward ausgeopfert um des Mäch: 
tigeren willen; Gregor nnd Friedrich bednrften einer des 
andern; dies machte sie zu grollenden Verbiindeten, und ver: 
feste die Stadt Rom zu gleicher Zeit in Krieg mit Kaiser 
und Papst. 
Die päpstlidhen Schaaren führte der Cardinal Rainer 
Capocci, ein Viterbese, ein Mann von rastloser Thätigkeit 
und von kriegerische1n Talent. Er beginnt die nicht kleine Reihe 
von Cardinälen, welche als Feldhauptleute der Kirche sich 
Ruhm erwarben. Nachdem er sich mit den Truppen Friedrichs 
vereinigt hatte, rückte er nach Viterbo, diese Stadt zu ver: 
stärken und die Römer aus dem CaftelI Rispampano zu ver: 
treiben. Das Mißtrauen der Curie begleitete den Kaiser 
mit oder ohne Grund; jene Burg, fest und wol versorgt, 
wurde von den Römern mit großem Mut gegen eine zwei 
subsjdium ad RomanoS impug11and0s p0stu1avit. Siehe die 
Hülfegesuche des Papfts bei Ray11ald a. 1234. n. 7. sq. 
1G0defrid. M0nacl1. ad a. 1234. Richard Sa11ger1n. p. 1034. 
Conrad Ursperg. p..357. Die Vjta: Reine concitus, nec jnvitatus, 
mivenit. Am 3. Juli forderte der Papst aus Rieti die Lombarden auf, 
den deutschen Znziigen zum Schutz der Kirche gegen die Römer Paß zu 
geben, und entschuldigt sich: its quod sedes Ap. sing confusjone sue, 
non p0terat quin uteretur jmperialjs brachii mjnisterj0 evitare, 
cli0tus lmp. ad presentiam n0stram aocede11s. ad Ecc1. Rom. deke11s 
si011em et patkjm0nii sui sp0nte se 0btu1it. Hist. Djp1. IV. p. 472. 
So weit hatte ßch also der Papst mit den Lombarden eingelassen.
        

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