Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-327887
Bonifacius von Toscana. 
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Papst Clemens durch ihn zu schützen, ihn thatfächlich zu 
feinem Stellvertreter in Angelegenheiten Rom7s ernannt 
haben. Die Herzöge von Spoleto waren früher die Missi 
der Carolinger für Rom gewesen; dieselbe Gewalt muß 
Heinrich dem Markgrafen Bonifacius nach seiner Krönung 
übertragen haben, doch kein Document beweist, daß er ihm 
den 
Titel 
eines 
Patricius 
der 
Römer 
verliehen 
hat. 
Bonifacius begiinstigte also die Umwälzung in Rom, 
um den deutschen Einfluß zu brechen; er duldete es, daß 
Benedict IX. zum dritten Male vom Papsttum BesiH nahm. 
Doch römische Bevol1mächtigte waren schon zum Kaiser geeilt, 
seinen Willen wegen der Neu:Wahl zu erbitten. Sie schlugen 
ihm Halynard vor, den Erzbischof von Lyon, der in Rom 
beliebt war und eine seltene Fertigkeit in der italienischen 
Sprache besaß. Heinrich ließ indes; am 25. December 1047 
zu Pölthe den Bischof Poppo von Brixen zum Papst wählen. 
Er sendete ihn zu Bonifacius, und befahl diesem seinem 
Missus den designirten Papst nach Rom zu führen. Der 
Markgraf weigerte sich; Poppo mußte zum Kaiser zurück: 
kehren, und erst die entschiedene Drohung Heinrichs machte 
den alten Bonifacius folgsam. Seine Truppen versagten gzonikaki2ks 
nun Venedict IX. aus Rom, ei: serbst führte den deutschen TTLZEk.F1FTT; 
Papst in den Lateran, und Damasus II. bestieg am 17. Juli hell. Sinn 
1048 den heiligen Stul. 1 
Nachdem Benedict IX. durch 8 Monate und 9 Tage 
zum legten Male Papst gewesen war, ging er in seine Burg 
1 Genauer Bericht im C0d. vat. 1984, einer für diese Epoche be: 
deutenden Urquelle. Der Papst wurde ordinirt am 17. Juli, lud. 1., 
und saß 23 Tage. Von der Gesandschaft der Römer, frehe Bonizo P. 803. 
Er sagt auch, daß Vonifacius den Papst nach Rom führte, Eber Mk der 
Ood. Var. kennt die Ränke des Markgrafen.
        

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