Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-332558
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Bachs 
Achtes 
Fünftes Capitel. 
Bictor 1V. rechtmäßiger Papst sei; worauf ihn der Kaiser 
mit öffentlicher Huldigung als solchen verehrte. Roland 
wurde als Verschwörer gegen das Reich und Schismatiker 
gebannt, und die innige Verbindung seiner Partei mit Si: 
cilien, Mailand, Brescia und Piacenza konnte leicht nach: 
gewiesen werden.1 
Mutig wie Gregor VII. nahm Alexander III. den Kampf 
mit einem surchtbareren Gegner auf. Der Streit galt der 
Unabhängigkeit der Kirche, welche Friedrich unter die Concile 
seiner Bischöfe und seine Kaisermacht beugen wollte. Alle 
Erwerbungen der Epoche Gregoris und Calixtis standen auf 
dem Spiel. Jn diesem zweiten großen Kampf des Papst: 
tums mit dem Kaisertu1n wiederholten sich viele Erscheinungen, 
selbst was die Stadt Rom betraf, obwol sie eine so ganz 
Alex. ll1. 
bannt den 
Kaiser in 
Anagni, 
Z. März A. 
1l60. 
neue Gestalt angenommen hatte; aber wenn Gregor V1I. 
seine Verbiindeten am religiösen Fanatismus, an der Re: 
bel1ion der Pataria, an der Hausmacht eines bigotten Weibes 
und der Politik eines Usurpators gefunden hatte, so sollte sie 
jetzt das Papsttum an der Freiheit selbst finden, welche 
mutige Städte erkämpsten. Aus dem Dom Anagni7s schleu: 
derte Alexander am Osterdonnerstag den 2. März den Bann: 
stral gegen den großen Kaiser; die Excommunication bedeu: 
tete jetzt freilich nichts mehr , als eine Kriegserklärung. Legaten 
schickte er an die Könige der Christenheit, in der Hoffnung, 
daß einige die Größe Friedrichs siirchtende Mächte ihn an: 
erkennen würden, worin er sich nicht täuschte; die Lombarden 
1 Die Verbindung mit den Lombarden hatte schon Hadrian IV. 
Anagni angeknüpft: Sir Raul de Reb11s geStis Ftsidericj P. 1183. 
 Siehe die F.pjst01a Concilji CPapiensj8J an die Christenheit, 
Watte:ich 1I. 483. 
in 
C. 
bei
        

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