Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-332540
Alexander lIl. 
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gebirg, so daß sich beide Päpste einer in des andern An: 
gesicht auf der Campagna gegenüber standen; denn Anagni, 
wo nun Alexander III. residirte, ist von Segni aus in der 
Tiefe deutlich sichtbar. 
Es war nicht zweifelhaft, welchen von beiden Präten: 
deuten der Kaiser anerkennen werde, Roland, jenen hoch: 
mütigen Cardinallegaten, den einst der Pfalzgraf Otto hatte 
niederstoßen wollen, oder Octavian, den alten Nebenbuler 
Hadrian7s IV. Beide appellirten an die christliche Welt, 
und Friedrich ergriff die Gelegenheit, als AdVocat der Kirche 
aufzutreten. Jn einem Brief, geschrieben im Lager vor 
Crema, gebot er dem ,,Cardinal Roland,E in Person vor 
dem Urteil eines Concils zu erscheinen, welches er nach Pavia 
ausgeschrieben habe. Das Recht, es zu berufen, bot ihm 
das Beispiel alter und neuer Kaiser. Aber Alexander 1I1., 
der schon Octavian gebannt hatte, betrachtete sieh als recht: 
mäßigen Papst, und wies diese Aufforderung als uncanonisch 
zurück. Nun trat das Concil im Februar 1160 zusammen, 
kurze Zeit nachdem das heldenmütige Crema von Friedrich 
zermalmt worden war. Siegesgewiß erschien Octavian; viele 
Zeugen, vor allen das Domcapitel S. Peters, ja der größeste 
Teil des geistlichen und weltlichen Rom erklärten sich zu 
seinen Gunsten, und die Synode, welche ganz unter demDikk.2i;2kriae 
    Syno e zu 
ka1serl1chen Einfluß stand, entschied am 11. Februar, daß a;säi:tiat 
be ts i 
Vic1or lqV., 
pro c:ongrujs a1imentjs praestandiS a Ructjc0 abbate Farfensi etc.ni  Ä. 
erlassen ad. 1159 zu Farfa kam Schluß der ChronikJ; es unterschreiben 
Petrus Praefectus Urbis, 210nathas C0mes, Tusculanus, Otto C0mes 
      
Tyburtinus, stephanus Teba1dj, Raynerjus et. Gentj1is j11ustres. 
Daraus lernt man, welche römische Landgrafen kaiserlich gesinnt waren. 
Der alte Graf von Tivoli hatte schwerlich noch die Gewalt behalten.
        

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