Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-332254
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Buchs 
Achtes 
Capitel. 
Fünftes 
selbftgewifse Kraft. So gerufen kam auch ich. Dein Herr: 
scher ward mein Vafall, du selbst bis heute mein Untertan. 
Rechtmäßiger BesiHer bin ich. Wer wagt es, dem Herkules 
die Keule zu entreißen2 Etwa der Sicilianer auf den du 
hDffstZ 
Mag 
ihn 
die 
Vergangenheit 
belehren; 
denn 
noch 
ist 
der Arm der Deutschen nicht erlahmt. Du forderst von mir 
dreierlei Eide; so höre: entweder ist deine Forderung gerecht, 
oder nicht; ist sie das, so darfst du nicht fordern, ich nicht 
bewilligen; ist sie jenes, so bekenne ich mich zu einer frei: 
gewählten Pflicht. Darum wäre es unnötig, sie noch an 
einen Eid zu binden.I Wie sollte ich dir das Recht brechen, 
da ich es selbst dem Geringsten wahren will2 Wie sollte ich 
nicht den SiH meines Reiches verteidigen, dessen Grenzen ich 
wiederherzustellen entschlossen bin2 das bezeugt das eben: 
unterjochte Dänemark, und noch mehr Länder würden es 
bekunden, hätte mich nicht dieser Romzug daran gehindert. 
Du forderst endlich eidliche Zusage von Geldleistungen. 
Schämt Rom sich nicht als mit einem Mäkler mit seinem 
Kaiser zu markten2 Soll er des ersten besten Zahler, statt 
ein 
Gnad enspender 
sein2 
Vom 
Geringeren 
fordert 
MclU 
die 
Leistung einer Pflicht, aber der Höhere spendet nur die ihm 
aberworbne Huld. Warum sollte ich wol die von erlauthten 
Vätern ererbte Sitte deinen Bürgern vorenthalten2 Neinl 
mein Einzug soll für die Stadt ein Freudenfeft sein; aber 
denen die Uugerechtes unrechtmäßig fordern, will ich recht: 
mäßig  alles weigern. E 2 
1 Der Kaiser sagt selbst in feinem Brief vor der Geschichte Otto1s 
v. Freis.: Imperium emere noluimus, ei: sac:rakne11ta vulg0 praestare 
non de.buimus. 
T Die von Otto v. Freis. stilifirte Rede atmet clafsifchen Hauch, wie 
jene der Römer selbst.  Peues n0s sont consu1es tui: pe,nes n0s est.
        

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