Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-331640
die Trümmer des 
Blick in 
Capitols. 
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die nicht zerstörlichen Gewölbe des Archivs, die Kammern 
der Schola Xantha, der Rest der Rednerbühne und des Mei: 
lenzeigers, endlich der Bogen des Septimius Severus, welcher 
in ruhiger Kraft über den Wandel der Zeiten triumfirt. Aber 
im Xl1. Jahrhundert boten alle diese und andere Denkmäler 
noch das herrlichste Schauspiel einer umwilderten Akropolis 
dar, aus deren Schutt ein splitternder Säulenwald über Rom 
majeftätisch emporragte. Die fliichtige Schilderung der Mira: 
bilien streift nur wie ein rosiges Abendlicht diese Trümmer, 
und andere Berichte jener Zeit haben wir nicht. Es ist von 
Wert zu lesen, was sie sagen:  
,,Vo1n Eapitol in Rom. Vesc,keik,ung 
     des Eapitols 
,,Cap1tolium heißt es deshalb, weil es das Haupt LcaputJ  
der ganzen Welt war, weil die Consuln und Senatoren dort 
wohnten, die Stadt und die Welt zu regieren. Sein Antlitz 
war mit hohen und festen Mauern bedeckt, die überall mit 
Glas und Gold und wundervoll getäfelten Werken bekleidet 
waren. Jnnerhalb der Burg war ein Palast, grös3tenteils 
aus Gold, und mit Edelsteinen gesEhn1iickt, welcher den dritten 
Teil der Welt wert gewesen sein soll; da waren so viel 
Statuen, als Provinzen der Welt, und jede hatte ein Glöck: 
Gen am Halse. Sie waren durdh magische Kunst so ange: 
ordnet, daß, wenn irgend eine Region im römischen Reich 
rebellirte, sofort ihr Bildnis; sich dorthin wendete; dann klang 
das Glöckchen am Halse, und dann sagten7s die Seher des 
Capi.tols, welche dort Wächter waren, dem Senat   . Es 
waren dort auch mehre Tempel, denn aus der Höhe der 
Burg über dem Porticus Crinorum war der Tempel des 
Jupiter und der Moneta; auf der Seite des Forum der 
Tempel der Vesta und des Cäsar; dort stand der Stul der
        

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