Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-331163
Die Pierleoni. 
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Petrus Leo starb, mit Ehren bedeckt wie ein Conful desGrabma1des 
tr s 
alten Rom, am 2. Juni 1128. Die Grabmäler der Päpfte Zk:nsus. 
jener Zeit gingen unter, aber der Zufall hat das Mausoleum 
dieses jiidischen Crassus so sorglich aufbewahrt, wie den Sarko: 
phag der Cäcilia Metella. Jm Klosterhof von S. Paul steht 
ein großer Marmorsarg schledhtefter römischer Zeit, mit den 
Figuren des Apollo und Marsias, und der Musen geschmückt; 
dies war das Grab Pierleone,s, welchen die Inschrift, echt 
jiidisch, als einen ,,durch Reichtum und Kinder unermeß: 
Iichen Mann ohne Gleichentt preist.1 Er hinterließ viele 
Kircher 2c. Die Pierleoni glaubten aufrichtig an ihre Verwandtschaft mit. 
dem Hause Oesterreich. In der Kirche S. Maria della C0nsoiazione sagt 
eine Inschrift V. J. 1582: Lucretia de Pier1eonibus Luce de Pier1e0s 
11ibus J. V. D. Fiiia n0biIissima R0man0rum et Austriae gent.is 
soia relicta etc. Die letzte Erbin ihres Hauses stieß noch recht voll in 
die Posaune ihres Ahnenruhms. Sie setzte auch dem Stifter der Familie 
in S. Paul eine pomphafte Grabschrift, worin es heißt: sepuicrum Petri 
Le0nis Montis Aventj11i C01nitis ex Aniein 1n0x Perieonia si;irpe etc. 
1 Te Petrus et Paulus servent Petre Le011is, 
Deut animam ce1o qu0s tam dev0tus arnastj, 
Ei quibus est. idem lu1nu1us sit gloria. tecum. 
Ugonio las noch eine andre sehr charakteristische Jnschrift jener Zeit, die 
ich nicht mehr fand: 
Praeterit at ki1mus princepS sen rex 0pulentus, 
Ei; nos us; fumus pulvis et 0ssa sumus. 
la tantisque bonis po11ens Petrus ec0e Leonis, 
Respice q11am m0riieo nunc tegitur tumui0. 
Vir fuit immensus quem pr0ies., g1oria, eensus 
Sustu1it in vita, non sit ut alter ita. 
Legum servat0r, patrie ciecus, urbis amat0r, 
     
0mnia praeciara more 0btenebravit amara, 
Nominis ergo Dei grade parcat ei. 
Junius in mund0 fuigeba.t sole seeundo, 
Separat bunt: n0bis cum p0ius hicque lapis. 
Die Jnschrift der Lncretia Perleonia CNerini p. 395I gibt als Todesjahr 
I128 an; Baronius irrig 1144, denn Anaclet II. nennt in einem Brief
        

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