Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-327286
Tusculum. 
stand noch der Lombarde Arduin, König wenigstens in seinen 
Alpenbergen. Heinrich II. hatte ihn im Jahr 1004 zurück:  
gedrängt, nicht beseitigt; in dem rebel1ischen Pavia, das er 
gleich darauf verbrannte, hatte er die Krone Jtalienis ge: 
nommen, aber er kehrte nach Deutschland zurück und über: 
ließ Rom dem Negiment der Crescentier. Die Niederlage 
Arduin7s, die Krönung Heinrichs, die Erwartung seines 
Romzuges mochte der deutschen Partei in der Stadt einige 
Stärke verleihn und die Zuversicht der Crescentier mindern. 
Jene wurde damals von den Grafen Tusculum7s geführt;  
denn aus Haß gegen die Crescentier heuchelten sie Synt: 
pathien für das deutsche Königtum. 
Fiinszehn MilIien von Rom entfernt stehn noch heute Tuscu1um. 
hoch über Frascati die melancholischen Nuinen des antiken 
und des n1ittelaltrigen Tusculum. Diese Stadt war älter 
als Rom, denn ihr Ursprung verliert sich in die Mythen des 
Ulyß, von dessen und der Circe Sohn Telegonus sie ge: 
gründet sein sollte. Als lateinischer Ort kämpfte sie lange  
mit Rom; ihr Haupt Mamilius Octavius gab dort dem 
letzten Tarquinius, seinem Sihwiegervater, ein Asyl, und 
er fiel dann in der Schlacht am See Regillus. Sein Name 
blieb in dieser Stadt eine glorreiche Tradition. Beriihmte 
Geschlechter gingen aus Tusculum hervor, die Mamilier, 
die Fulvier, Fontejer, die Juventier, und vor allen die 
Porcier, denn jene finstre Burg war die Wiege der strengen 
Catonen.1 Manche Gestalt aus der Bliitezeit der römischen 
1 Der mittelaltrige Name des nahen Monte Porzio 
von den Schweinen her. Montem Porculi, Urkunde A. 
A1hik2i v2xic;,m. s057. M 1151. und so schon A. 
Ana1ysi II. 357J. 
stammt indeß 
1151. C0d. 
1074 iNibby
        

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