Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-329807
mit 
vermält sich 
Mathilde 
Welf 
26I 
dammte, mit übermenschlicher Anstrengung einen Titel zu 
behaupten.I Er sehnte sich vielleicht aufrichtig, den Rest 
seines Lebens in der bescheidenen Sphäre seines Erzbistums 
zu beschließen. Urban 11., Heinrich IV., Mathilde, die Welt 
verlangten nach dem Frieden, doch die Macht des Verhäng: 
nisses, welches alle Parteien auf sich geladen, wodurch ein 
ganzes Geschlecht unauflöslich verwirrt worden war; trieb sie 
blindlings weiter, und fügte Ränke zu Ränken, und Schuld 
zu Schuld. Heinrich selbst war schon geneigt, mit der Kirche 
sich zu versöhnen, nur die gebannten Bischöfe,. die mit Cle: 
mens IIl. standen oder fielen, hielten ihn zurück, und ein 
wichtiges Ereigniß zwang ihn sogar, nochmals nach Italien 
in den Kampf zu ziehn. 
Als Urban I1. erkannte, daß die geschwächte mathildische 
Partei zum Vertrages mit Heinrich geneigter wurde, als er 
die siegreiche Rückkehr des Kaisers fürchtete, gelang es seiner 
Geschicklichkeit, der Gräfin einen neuen Gemal, und der 
Kirche einen von egoistischen Zwecken beseelten Kämpfer zu 
geben. Welf 1V., Sohn des Markgrafen Azzo II. von Este  
und der Kunigunde, einer Schwester des legten der schwäbi: Sohn,mit 
schen Herzöge aus dem Hause Welf, war im Jahre 1055 YZ.ati3lFs:FI 
Erbe eben dieses Hauses geworden, und hatte sein Vaterland 
Jtalien mit Deutschland vertauscht, während sein Bruder . 
Fulco dort die Linie Este fortsetzte. Er hatte sich mit der 
Tochter des Baiernherzogs Otto vermält, und dies Herzog: 
1 Die Deutschen machten auf beide Päpfte ein witziges Epigramm 
CCOd. Uda1rici n. 2J: 
Nonnen Liebes Clemens, sed c1emens non potes esse, 
Tkadjta s0lveudi cum sit tibi 11u11a potestas. 
Dicekis IJrbanus, cum sis pr0jectus ab Urbe, 
Vgl muta n0me11, ve1 kegredjakis ad Urhem.
        

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