Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-329731
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Siebentes Buch. 
Capitel. 
Siebentes 
das 
Volk 
rief 
wütend 
seinen 
Namen , 
die 
erbitterten 
Cardi: 
FJ3Bs:de2siu1FI näle proclamirten ihn kam 24. May als Papst, und er sah 
s .t  
 voll Verzweiflung als Victor 1lI. im Purpur stecken; 
nur die Alba, das weiße Kleid, vermochte man nicht ihm 
aufzuzwingen. I 
Die Wahl Victor7s III. war indeß nicht unbestritten; 
ein Tumult in der Stadt lehrte ihn,Y was ihn als Papst 
erwarte. Die Partei Heinrichs, noch immer im Besitze 
mancher Festungen in Rom, hatte seit einiger Zeit am 
kaiserlichen Präfecten ihr Haupt gefunden. Diesen Gefan: 
genen Guiscardts hatte Roger dessen Nachfolger im Herzog: 
tum entlassen, aufgebracht gegen das Cardinalcollegium, 
welches ihm die Bestätigung des Erzbischofs von Salerno 
versagte. Der Lehnsmann des heiligen Stuls zog seine Hand 
sofort von ihm ab, als sein Vorteil es gebot. Der Präfect 
Heinrichs sammelte Waffen auf dem Capitol; er hinderte 
die Einweihung Vietoiis im Vatican, und der kaum ge: 
wählte Papst entzog sich schon nach vier Tagen Feinden, 
wie Freunden durch eine fluchtähnliche Abreise. Da die 
Grafen der Campagna kaiserlich gesinnt waren, mußte er 
meerentlang über Ardea fortziehen, worauf er in Terracina 
die Zeichen des Papsttums von sich that, und in sein ge: 
liebtes Kloster zuriickeilte.2  
Hier blieb er ein Jahr lang taub gegen das Flehen der 
Bischöfe und Fürsten, und die Mahnung S. Peteris, sein 
1 Cappam quidem r11be,am indujt, a1bn vero jnd11ere eum nuns 
quasi p0tuer1mt. Die Schilderung des Pein Diacon. I1I. c. 66 ist 
lebhaft und dramatisch. 
2 Petr. Diacon. IlI. o. 66. 67. Vom Präfecten sagt er: die 
n0ctuque cum aliquant.is aere jniquo conductis in Capito1i11m 
       
        

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