Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326756
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-328377
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Siebentes 
BuChs 
Capitec. 
Drittes 
Gerard, welcher dort Benedict X. schätzte, war einer der 
mächtigsten kleinen Tyrannen in römisch Tuscien, Haupt der 
gegenhildebrandischen Partei, von mehren Päpsten, zuletzt 
noch von Nicolaus unter den schrecklichsten Fliichen gebannt. 
Er hielt sich mannhaft in seiner Burg, und erst naEh manchem 
Sturm wurde er gezwungen, den Gegenpapst auszuliefern. 
Benedict X. unterhandelte von den Mauern herab; dreißig 
römische Edele schworen ihm persönliche Sicherheit zu, und 
 bezog die Wohnung seiner Mutter bei S. Maria Maggiore 
4. 4o59. in der Stadt. Ein Eoncil, wobei Hildebrand seine ränke: 
volle Kunst zum Sturze Benediets wirken ließ, seHte diesen 
nochmals ab, stieß ihn aus dem Priesterstande, und verbannte 
ihn auf Lebenszeit in das Kloster S. Agnes bei Rom.I 
4. Erbitterung in Rom gegen das Wahldecret. Die Feinde des hilde: 
brandischen Systems conspiriren. Nicolaus1l. stirbt 106l. Die Römer 
und die Lombarden fordern den König Heinrich auf, einen Papst zu wählen. 
Zustände in Mailand. Die Pataria. Die Cotta und Ariald. Die Hilde: 
brandischen in Rom wählen Anselm von Lucca zum Papst. Der deutsche 
Hof erhebt Cadalus von Parma. 
Das Schisma war beseitigt, der Widerstand des Abels 
besiegt. Das normännifche Schwert bedrohte fortan aus 
nächster Nähe Rom, und kaum erkannten dies die Römer, 
hieß. Bgo Gi1sardus i11c1itus contes Elias bon. mein. Gy1sa1di jnc1iti 
comjtjs. 11abitatok in Terkitorjo Marjtim:mo. CReg. Paris n. 995s 
A. 1068.J Er schenkt nämlich Kirche, Castell und Hälfte des Hafens 
von S. Severa an Farfa. 
1 Cod. Vat. 1984, dessen barbarischer Schreiber besser unterrichtet 
ist, als Leo v. Ostia und Bonizo. Die völlige Unterwerfung Benedict7s X. 
ist also auf den Herbst 1059 anzunehmen. Die Papstkataloge geben ihm 
neun Monate und 20 oder 22 Tage, und rechnen sein Ende im Jan. 1059, 
wo ihn Nicolaus aus Rom vertrieb. Jasf6 verlegt seine vöklige Beseiti: 
gung, meiner Ansicht nach irrig, schon in den April, wie auch Giese: 
brecht thut.
        

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