Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-321377
B1sEhs 
FÜnftes 
Erstes 
Capitel. 
mit keiner Silbe Die Diplome Qtto1s 1. und Heinrichls l., 
welche die Kirche unter die ausgezsichnetsten Schenkungs: und 
Vestätigungsacten zählt und an jene von Ludwig reiht, 
kennen. sie nicht, obwol sie auf jene vonPipin und Carl sich 
namentlich beziehen. Und überhaupt findet ihre Erwähnung 
erst in der Zeit GregorYs VII. und der 1nathildischen Erb: 
schaft statt, wo man den Vertrag Ludwigls durch Zusätze 
verfälschte, um den Ansprüchen Ro1n7s. eine alte und breite 
Grundlage zu geben.1 
I Das Diplon1 ,,IZgu LucIovicusU erwähnt zuerst Ohren. VuIt111ss 
nense., Ende Sacke. XI sMur. I. 2. 369J, nnd Leo 0stien. I c. I6, 
Anfang seien. XII, fast wörtlich ftimknend. Sie sagen, Ludjvig habe für 
Paschalis das pnctum co11st.it.uti0niS et c0nli1sma1i0nis ausgeferiigt, 
aber reden weder von einer Schenkung, noeh vom Jnhalt des Diplonis. 
Das Autograph kann nicht vorgewiesen werden, ein Apograph soll das 
Päpstliche Archiv bewahren. Gratian verzeichnete das Diplo1n verkürzt im 
Deckel; Dist. 63. can.i30; Cencius nahm ekZ,im Liber CenSuum auf, 
wol aus C0cI. Vatic. 1984 saecuIi  oder aus Albinns CCOc1. Vers 
tje. 3057J. Die Unechtheit bewiesen Pa.gi ad A. 8I7, Muratori An: 
nalen, Djss. 34, Pienii esp0s. c. 4: Beretta Tab. Chor. VI. benutzt 
es nur für die Geographie, und schreibt die Fiction der Zeit Gregor7s 
VII. zu, welcher wol die Fälschungen der nur abschriftlich erhaltenen 
Pacta von 8I7, 962 und 1020 angehören. Neuerdings hat diese Frage 
Fsicker gründlich untersucht, im Bande II seiner ,,Forskhungen zur Reichs: 
und Kikchengesch. .JtaliensU CJnnsb. 1869J, F. 347 und folg. Er nimmt 
in diesen berühmten Diplomen Fälschnng einiger Stellen, nicht des Gan: 
zcn an. Siehe auch Sickcl Ac1a Ica1soIin0r. II. 38I. 
        

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