Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326586
Gestalt Roms 
im X. 
Jahrhundert. 
.561 
Neben dem Grabmale stand damals die Kirche S. Maria 
oder Martina in Augnsta, welche später in das Hospital 
S. Giacomo degli Jncurabili iiberging. Ringsum lagen 
.Vignen nnd Aecker jenes Klosters. Die verfallene, mit 
Gestrüpp bedeckte Stadtmauer zog sich noch an der heuti: 
gen Nipetta bis zur Hadrians:Briicke fort, und wurde durch 
zwei Flußpsorten, S. Agatha und Pigna, nuterbrochen.1 
Die heutige Porta del Popolo hieß noch immer Fla1ninia, 
wie in der Graphia, aber auch schon S. Valentini von der 
Kirche außerhalb des Tons. Wo heute die schöne Piazza del 
Popolo liegt, war Saat: und Gartenland, wie auf dem 
,,Mons Piu7.jE jener Zeit, wo eine Kirche S. Felix lag. 
Ueberhanpt war das ganze Marsfeld von Vignen nnd Ge: 
smiisegärten durchzogen. Das herrliche Stadium des Domitian 
lag in Trümmern; der Anonymus von Einsiedeln nannte es 
falsch ,,Circus Flaminius, wo S. Ag11es liegt,E von der 
alten Region dieses Namens, wozu es gehörte; aber im 
X. Jahrhundert hieß es im Volksgebrauch Agonis, ,von Nsvvs1ss 
Agon oder Cj1scus Agonalis. Indem man nun diese Gegend 
,,jn Ag0naE benannte, entstand daraus 711 Agona, endlich 
 4 P0sterula Antiqua, que olim c0g1;0mjnabatu1s S. Agathe, 
und P0steru1a a Pjgna: dasselbe Diplom n. 29. P. 45. A. 962. Eine 
dritte P0steru1a de episc0p0 am Tiber entdecke ich bei Gal1etti 
del Prim. n. 29. A. 1012, Reg. FartT 697, wo nahebei der rätsel: 
hafte Ort Capraja Seccnta, oder Cantusecutu lag, doch über die Ha, 
driansbrücke hinaus. S. Agatha de Posterula ist heute vielleicht Si 
Maria del17 Orfo; in Rione V Ponte führt now Bernardini Descriz. 
di nuovo rjpa1sti1nent0 de7 Ri0ni di Roma 1744 die Parochie S. 
Maria in Posterula auf. Den Namen Pjgna LPineaL, PinienbaumJ, 
den heute Rione IX. führt, trug schon im sage. X. eine dortige 
Gegend. 
G r e g o r o v il u D, Geschichte der Stadt Rom. 
2tc Aufl. 
36
        

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