Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-326266
Die 
Stadtbeschreibungen. 
529 
Schrift ist ohne historifchen Geist, aber für die Kenntniß 
jener Zeit brauchbar, da ihr Verfasser mit den Hauptpersonen 
bekannt war. Auch er zeigt sich von den Jdeeu Otto7s lII. 
über die Größe Romis erfüllt. In der Begeisterung für 
seine Aufgabe erhob er sich bisweilen wie Johann Diaconus 
im Leben Gregor7s zu einem kiihnen Fluge; er besaß freilich 
nicht die Kenntnisfe jenes Mannes, aber seine nicht schlechte 
Sprache, obwol manchmal durkh biblischen Schwulst entstellt, 
erhebt sich weit über den Phrasenreichtum des heiligen Bruno 
von Querfurt, der dieselbe Lebensgeschichte Adalbertls im 
Jahre 1004 erweiterte.1  
Z. Die Stadtbeschreibungen. Der Anonymus von Einsiedeln. Thätig: 
keit der Sage und Legende in Rom. Die klingenden Statuen auf dem 
Capitol. Die Sage vom Bau des Pantheon. Die Graphia der goldenen 
Stadt Rom. Die Men1oria Julii Cäsaris. 
 Mehr Teilnahme, als alle jene Schriften erweckt eine 
literarische Gattung, die ursprünglich das locale Erzeugnis; 
Rom,I war und es blieb, obwol auch das Ausland sich an 
ihr beteiligte. Wir meinen die Notizbücher über die Monus 
mente, die heiligen Stätten, nnd die große Vergangenheit 
zder Stadt. Wenn die Pilger in die ewige und goldene Roma 
kamen, dienten ihnen ihre Landsle1,1te in den Fremdenscholen 
als Führer durch diese rätselhafte Wunderwelt, wo auch das 
Christentum bereits Antiquität geworden war. Aber sie 
fanden auch Notizbticher als kurze Wegweiser vor. Einige 
Pilger, Franken oder Deutsche, bei denen seit Alcuin das 
Studium des römischen Altertums erwacht war, fingen an, 
Die Stadt: 
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34
        

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