Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-324350
338 
Buch 
Sechstes 
Ztveites Eapitel. 
Pläne an den dortigen Zuständen zu messen, und wünschte 
schon im Jahre 952 persönlich in die Stadt zu kommen. 
Sein hoher Sinn Umfaßte bereits das große System der deutschen 
Zukunft. Er schickte die Bischöfe von Mainz und Chur nach 
Rom; sie waren an den Papst, nicht an den Tyrannen der 
,J:k;;idsJe Stadt gerichtet, aber die entschiedene Weigerung ihn aufzu: 
 nehmen kam von Alberich, und sie macht der Energie dieses 
Römers nicht wenig Ehre. Der große König Otto wurde 
vom Senator aller Römer abgewiesen; er ging mit feiner 
Gemalin Adelheid geduldig in seine Staaten zurück.1 
Der verzweifelnde Berengar, so plötzlich um alle seine 
Hoffnungen gebracht, ergab sich bald darauf dem Herzog 
wsjsr;keMi;u Konrad von Lothringen, Ottois italienischem Statthalter. Er 
owns. erschien mit seinem Sohne vor dem Reichstag in Augsburg 
 und empfing hier die lsYmbardische Krone aus den Händen 
Otto7s als deutscher Vasall, während die Mark Verona und 
Aquileja dem italienischen Landesverband entrissen und durch 
königlichen Willen dem Herzog Heinrich von Baiern, Ottois 
Bruder, überwiesen ward.2 Gedemütigt kehrte Berengar in 
sein Vasallenreich heim; das Schwert Ottois schwebte fortan 
g über ihm, wenn ihm auch die inneren Zerwürfnisse Deutsch: 
landis noch einige Jahre der Unabhängigkeit ließen. Es 
scheint, daß er seinen Sitz, hauptsächlich in Ravenna nahm. 
Diese berühmte Stadt, schon lange durch Pavia und Mailand 
verdunkelt, ja fast in Vergessenheit gebracht, erlangte seither 
Bedeutung, und zog die Aufmerksamkeit der Kaiser auf siO. 
C011tin. Re.gj11. 
ad A. 
952.
        

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