Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-323221
Stephan7s 
Ende 
225 
So war das JmpEsrium seit langen Jahrh11nderteu zum ersten: 
mal wieder von den Jtalienern einem Großen, wenn auch 
nicht lateiniscben Stammes, so doch ihres 
worden. Ob es nun bei Italien bleiben 
Landes übertragen 
würde, ob Guido 
eine neue kaiserliche Dynastie zu begründen im Stande war, 
dies konnte als die wichtigste Frage jener Zeit erscheinen. 
Stephan, welcher seinem Adoptivsohn Guido die Krone 
aufs Haupt gesetzt hatte, mochte sich dabei gestehen, daß die 
Politik vieler seiner Vorgänger erreicht war. Die kaiserliche 
Majestät, den Päpsten, den Römern und Jtalienern unbe: 
que1n geworden, war zu einem Schatten herabgesunken; die 
höchste Würde welche auf der Macht und Größe des Reichs 
von Carl beruhte schmückte nun die kleine Person eines Her: 
zogs, der in der Mitte Italiens einige Landschaften besaß, 
und vom Papst den Titel der Cäsaren empfing. 
Stephan V. starb im September 891. Kein Denkmal 
blieb 
Voll 
ihm 
ZU 
Rom, 
DcI11l 
die 
Kirche 
der Apostel, 
welche 
er 
Voll 
Grund 
aUs 
UeU 
erbaute, 
hat 
ihre 
alte 
Gestalt 
nicht 
mehr bewahrt. Er zeichnete diese Basilika aus, weil sie die 
Pfarrei seines adligen Geskhlechtes war; der Palast seines 
Vaters stand wol in ihrer unmittelbaren Nähe.1 
          
j1lius die p1sima. Actum Roma. Die Bleibulle hat auf der einen 
Seite sein Bild mit Schild und Lanze, auf der andern RF.NOVATl0 
REcjN1 FRANO. CMurat. Am. II. 871j, woraus hervorgeht, daß 
Guido keineswegs an ein national:italienisches Reich dachte. 
XI Vit.a Steph. V. 11. CJ48. 650. Ecclesiam, quac ad Apost0l08 
dicitur   1sen0vavit; auch führte sie Noth den Titel 
Jacobi et Phjljppi. Damit ist Platner und Bunsen 1ll. B Abt. p. 157 sq. 
zu ergänzen. Das Leben Stephan7s führt noch einige Weihgeschenke 
auf; wir lesen noch zum letztenmal von Lampen und Canthara, Regna, 
Bela, von Prasinen und Hyacintyen und weißen Gemn1en. 
GregoroviuH, Geschichte der Stadt Rom. 
2te Aufl. 
15
        

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