Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-322970
200 
Fünftes 
Buch 
Sechstes 
Capitel. 
Roms; 
zUm 
griechischen 
Kaiser, 
dessen 
Generale 
wieder 
in 
.Unteritalien, nnd oft siegreich auftraten, bestärkten das Miß 
trauen Carl7s des Kahlen, während das Bewußtsein seiner 
Schwäche den Argwohn schärfte. Er hatte den Römern Grund 
genug gegeben ihre Kaiserwahl zu beklagen, und einen an: 
dern Imperator an seiner Statt zu wünschen. Die Briefe 
Carl9s an Johann besitzen wir nicht, aber ein Schreiben des 
Papsts macht die Dinge klar. Lambert hatte im Namen des 
Kaisers Geißeln von den Römern verlangt, Johann sie voll 
Mut verweigert. Nimmer, so erklärte er, könne er glauben 
daß dies der Wille des Kaisers sei; er schrieb Lambert7, der 
römische Adel werde eher den Tod wählen, als in dies un: 
erhörte Begehren willigen; er bat ihn, sich nicht nach Rom 
zu bemühen, und versicherte, daß die Unzufriedenheit der 
Römer mit dem Kaiser auch ohne ihn wie ein Spinngewebe 
verschwinden werde.1 N  
Eoncil in 
Rom, A. 877. 
an 
Die Rechtfertigung des Papsts gegenüber dem Verdacht 
seiner und der Römer Treue wurde darauf in dem 
merkwürdigen Concil ausgesprochen, welches Johann Vlll. 
im Februar 877 zu Rom versammelte. Die ihn fiigsamer 
mache11de Not gab dem verachteten Kaisertum wieder Be: 
deutuug. Auf dieser Synode wurde die Kaiserwürde Carl7s 
neu bestätigt, wodurch der Anspruch der Söhne des am 
28. August 876 gestorbenen Ludwig1s von Deutschland nie: 
dergeschlagen, und eine Spaltung im Reich vermieden wer:
        

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