Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-320555
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-322724
all 
Brief Ludwig7s 
Kaiser. 
griechischen 
den 
175 
der Mutter aller Kirchen Gottes, von welcher der Stamm 
unserer Ahnen zuvor auch das Köuigtum, und dann das 
Kaifertum empfing.I Denn die Fürsten der Franken hießen 
zuerst Könige, hierauf Jmperatoren, nämlich diejenigen, welche. 
dazu 
durch 
den 
Papst 
mit 
dem 
heiligen 
Oele 
gefalbt 
1Vordd1i 
sind. So ward unser Urgroßvater Carl der Große durch 
die Salbung des Papsts, durch die auf ihn strömende Liebe, 
zuerst ans unserem Volk und Geschlecht Kaiser genannt, und 
zu1n Gesalbten des Herrn gemacht, um so mehr, da oft 
solche zum Jmperinm erhoben wurden, welche ohne göttliche 
Operation durch die päpstltehe Verrichtung, nur durch Er: 
nennung des: Senats und Volks die Kaiserwürde erlangten. 
Einige wurden auch ohne dies bloß durch Zuruf der Sol: 
dateu auf den Kaisertrou erhoben, oder sie bemädhtigteu sich 
auf verschiedene Weise 
des 
Rom. 
Wenn du aber die Handlung des römischen Papsts verleumdest, 
so tadle lieber auch Samuel, weil er, Saul ve1sstoßend , den er 
selbst zuvor gesalbt, David zum Könige zu salben nicht ver: 
schmähete.U 
Nachdem Ludwig diese geschickte Parallele zwischen dem 
verworfenen Saul oder dem griechischen Kaiser, und David 
dem Fraukenkönige gemacht Lucan erinnere sich, daß Carl 
der Große sich gern David nennen l;örtej, sagt er dem Byzau: 
tiner zum Schluß: ,,Wir sind demnach durch unsere Ortho: 
doxie zum römischen Reich gelangt; die Griechen aber haben 
dies wegen ihrer Kakodoxie verloren, und sie haben nicht 
allein 
die 
Stadt 
und 
den 
SiB 
des 
Reichs, 
sondern 
aUTh 
das 
 4 Qu0c:umque gentem et Urbem gubernandam Cklarer Ausdruck 
der OberhekrlichkeitJ, et Matrem 0mnj11m Ecc1esinrum Dei defendens 
dann, atque sub1ima.ndam accepimus.
        

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