Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-315077
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-316090
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Drittes 
VuEk2s 
Zweites 
Capitel. 
zerftampft, 
nnd 
die 
Spuren 
des Feindes 
z0g en 
sich 
Tr1tm: 
in 
mern um Rom. Basiliken und Abteien, aber auch noch 
adlige Grundherreu bepflanzten kiimmerlich den Boden, auf 
dem es noch einige Olivencultur gab. Noch standen auf der 
Ca1npagna verödete Flecken in Ruinen da, wie der Vicusi 
Alexandri und Subaugusta. Klöster mit einigem Anbau, und 
sehr viele Katakombenkirchen, die heute verschwunden sind, 
mischten sich unter die zerstörten Villen der römischen Großen. 
Die Säulen nnd Marmorsteine dieser Lusthäuser schleppte 
man fort, um mit ihnen die Campagnakirchen zu schmücken, 
wie man die Monumente der Stadt pliinderte, sie zum Bau 
von Stadtkirchen zu verwenden. Im ganzen war die Carus 
pagna von Rom, das stilvollste und erhabenste Gefilde der 
Welt, schon sim Vl. Jahrhundert eine schwermutsvolle Wüste. I 
Die Kirche gebot also über ein Volk von Hörigen und 
Leibeigenen; der Reichtum ihres Schatzes war unersohöpst, 
während der PrivatbesiH immer mehr zusammen schwand. 
Aus diesen Mitteln vermochte der Papst fast unerschwinglich 
scheinende Leistungen zu bestreiten: die Erhaltung der Kirchen, 
die Verpslegung Roms, die Loskaufnng von Kriegssclaven, 
T Gregor bestimmte den Ertrag bedeutender Güter zur Erhaltung 
der Lampen in S. Paul; dies; waren Grundstücke ad aquas salvia.s. 
Massam q11ae aquas salvjas nuncupatur, cum 0mnjb. kundig 
sujs; i. e. Ce1la vinaria., Antonia.n0, vil1a Pertnsa in f0ro Pkimjano, 
         
lnd. 7. So tauchen auf der Eampagna ruinenhafte Namen alter Pa2 
triciergeschlechter auf. Noch heute ist die Massa della aoque sa.1vie neben 
der Victoriola und Cesariana die größeste im appischen Patrimoniu1n.  
Es dauerte noch der Name des Flusses Almo fort, wie aus derselben 
Bu1le hervorgeht, welche überhaupt Licht auf die Gegend von  Paul 
wirft. Rechts vor dem Tor lag damals das Nonnenkloster St. Stepyan, 
das pissinianische Grundstück, und die f0ssa Iatr0ujs. Links die Güter 
des Klosters St. Edistius.
        

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