Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-315077
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-317436
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Drijtes 
Buch. 
SiebentesZ 
Capitel. 
Volufian 
nahm 
Verouica 
und 
ihr 
Bild11iß 
nac2 
Rom, 
und 
fÜhrte 
auf 
demselben 
Schiff. 
auch Pilatus 
in 
Ketten 
mit 
sichs 
Als 
er 
Vor 
den 
Kaiser 
Tiberius 
trat, 
verdammte 
dieser 
Pilatus zum ewigen Exil nach der Stadt Ameria, das 
Schweißtuch aber ließ er vor sich bringen, und kaum hatte 
er es erblickt, als er in Tränen ausbrach und sich anbetend 
vor ihm niederwarf; alsbald wich der Aussatz von ihm. 
Veronica machte er reich, das Schweißtuch ließ er in Gold 
und Edelsteine fassen, und in seinem Palast verwahren. 
Tiberius lebte 
UUk 
noch 
neun Monate, 
in 
beftändigem Gebet 
zu 
Christus 
und 
sein 
heiliges 
BiIduiß 
verehrcnd. 
Die 
berühmte 
Legende 
gehört 
in 
Zah1 
die 
derer, 
welche 
die 
Heidnis6heu 
Kaiser 
EHoU.l1s 
mit 
dem 
Christentum 
in 
Ver: 
bindung bringen. An Augustus, zu dessen Zeit der Heiland 
geboren wurde, heftete sich eine der schönsten Localsagen der 
Stadt, die wir später erzählen werden, und sein schrecklicher 
Nachfolger Tiberins, unter dessen Regierung Jesus gekreuzigt 
ward, bot sich eben deshalb zum Gegenstand einer Legende 
dar. Diese entstand früher als jene, denn sie war schon zur 
Zeit 
des 
Eusebius 
und 
Tertullian 
in 
ihren 
HUUptzsitgen 
Vor; 
handeu. 
Es 
ist 
ungewiß, 
Wann 
die 
Sage 
erfunden 
wurde, 
daß Tiberius, in Folge seiner wunderbaren Heilung durch 
jenes Schweißtuch, Christus unter die Götter Rom,s ,aufzn: 
nehmen befahl. Der Senat, so erzählt sie, weigerte sich dem 
mit dem ein ruchloser Soldat das Antlitz Christi mißhandelte: in quelle 
Sac:ratisSima j1na.gine, ehe Si c:onscsrva in S. Pietr0, Si ved0n0 ans 
com, i segni del1e dita di que1 s01dat0. Severan. p. 160. Die 
heilige Veronica ist indes; unglückliche: Weise eine Fictio1k, entstanden 
aus vera icon, oder ,,dem wahrhaften AntliHU Christi, welches der 
König AbgaruS von Edessa soll erhalten haben. Siehe La Farinq 
st01sia s17lta1ia I. P. 2l0.
        

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