Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-315077
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-317311
Siebentes 
Capitcl. 
1. S. Petrus. Pilgerzüge nach Rom. Der König Kadwall empfängt 
die Taufe in Rom, 689. Die Könige Conrad und Offa nehmen die 
Kutte. Sergius schmückt die Kirchen mit Weihgeschenken. Grabmal 
Leo7s 1. im Innern des S. Peter. 
Wachs end e 
Verehrung 
S. Peterö. 
Das Ansehn Roms, als des Haupts der Kirche, und 
die Verehrung des Apostels Petrus wie seiner Nachfolger 
auf dem römischen Stul wuchs unterdeß im Abendlande. 
Das mythische Grab des armen Fiichers von Galiläa in der 
goldschimmernden Bafilika war allmälig das Heiligtum des 
Occidents geworden. Zur Zeit des Prudentius wanderten 
noch keine Barbaren zu den Gräbern Rom7s über Alpen und 
Meer, aber seit der Mitte des V1l. Jahrhunderts wurde 
die Stadt von tausenden fernwohnender Wallfahrer aus 
Gallien, Spanien und Britannien besucht. Rom war wieder 
der Mittelpunkt der Sehnsucht der Völker geworden, nur aus 
anderem Bedürfniß, als im Altertum. Wenn Seneka, welcher 
den magnetischen Zug der Menschheit nach Rom beredt ge: 
schildert hat, im VII. oder VIII. Jahrhundert hätte erwachen 
können, so würden seinem Erstaunen die Worte gefehlt 
haben.1 Die Sehnsucht der Völker nach Rom dauerte, aber 
Brief 
Siehe seinen 
seine 
cM 
Mutter 
Helvia.
        

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