Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-315077
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-316815
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Trittes5 
Buch. 
Fünftes 
Capitel. 
Heraclius fiel. Die Geschichte der Stadt unter diesem Papst 
beschränkt sich für uns auf den Von eines Oratorinms neben 
der lateranifchen TanfcapelIe, von der wir hier a1is3fnhrlich 
Das latera2 
nifchc Bap: 
tif1erium. 
sprechen müssen. 
Das Baptifterium S. .J0l1a1mjs in Form: neben dem Lateran 
war ursprünglich die einzige Taufcapelle Rom7s, wo die 
Bischöfe am Ofterfonnabend zu taufen pflegten.  diente 
zum Vorbild aller jener alten Baptisterien Jtalien7s, welche 
neben den Kirchen abgesondert stehn. Der Sage nach war 
es ans der.Vorkammer des Palasts, in welcher Constantin 
Voll 
Sylvefter 
getauft 
Voll 
Porphyr 
erbaut, 
und 
mit 
einem 
silbernen 
Taufbecken 
geschmückt 
worden. 
ist 
miß, daß Sixtug lll. die herrlichen acht Porphyrfäulen dort 
aufrichten ließ, die noch heute darin stehn, und wahrschei1i: 
lich, daß überhaupt der heutige achteckige Bau Her wurde 
nacl,1mals nur erhöhtJ von ihm herrührt.2 Später hatte 
HilaruS in demselben Baptifterium die zwei Oratorien des 
Täufers und 
noch bestehen. 
des Evangelisten 
Von ihren alten 
Johannes 
Mosaiken 
angelegt, welche 
hat sich ein Rest 
an der Decke des Oratoriums des Evangeliften erhalten: 
Vasen, Früchte, Vögel und Ornamente, noch heidnische11 
Stils, der hier zum letztenmal sichtbar ist. Am Oratorium 
des Täufers find die brouzeuen Thüren much die ursprüng: 
1 Anast. Vita S. Silvestri. Daß Constantin nicht von Sylvester 
getauft wurde, sondern erst am Ende seines Lebens von einem ariani: 
schen Bischof die Taufe empfing, wird dem Leser bekannt sein. 
T Anast. in Sixto1lI.: hie Weit in Ba,silica U0nsta11t. 0r11ame11s 
nun super tionten1, quod since ibi non Hat, i. es. episty1ja maks 
m0rea., et c0lnmnas porphyreticas erexit  q11aS et versibuS exs 
ornavit. Diese Distichen liest man noch heute über den Säulen auf 
dem Architrav in neuer Schrift.
        

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