Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-315077
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-316625
Honorius 
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Orient Heraclius das persische Reich des Chosiroes durch glän: 
zende Feldzüge erschütterte und seiner baldigen Eroberung 
durch die Araber Bahn brach, während in Arabien die Re: 
ligion Mohamed7s unter großen Kämpfen gestiftet und ver: 
breitet ward, lag Rom als ausgebrannte Schlacke der Ge: 
schichte am Boden. Wir wissen nichts von den inneren 
Zuständen der Stadt; kein Dur, kein Magister Militum, kein  
Präfect wird irgendwo genannt, und vergebens bemüht sich die 
Forschung, auch nur eine Spur von städtischer Gemeindever: 
fassung zu entdecken. In dieser Oede hören wir auch jegt 
nur die Ha1n1nerschläge der Werkmeister, welche aus des 
Papsts Geheiß Kirchen bauen oder wiederherstellen. 
Honorius J. aus Campan.ien, Sohn eines edeln Latei: .i:wzokis:s I. 
ners PetroniusZ, welcher den Titel Consul führte, bestieg den WITH, 
Stni Petri nur fünf Tage nach dem Tode BonifaciuS V., 
und dies macht die Anualisten der Kirche glauben, daß der 
Exarch Jsaak damals in Rom gewesen sei, und die Be: 
statiguug erteilt habe.I Indem sie annehmen, daß seither 
den Exarchen überhaupt das Bestätigungsrecht der Papstwahl 
von den Kaisern übertragen worden sei, beziehen sie sich mit  
einigem Grund auf die Forn1ulare des Tagebuchs der römischen 
Vischöfe, oder des Liber Diurnus, der zwischen 685 Und 
752 gesammelt worden ist. Denn obwol sich darin auch . 
die Formel des Bestätigungsgesuchs an den Kaiser findet, so 
tritt sie doch in den Hintergrund, während die für den Exar: 
then bestimmte sehr dringend und in unterwürfiger Sprache 
abgefaßt ist. Der Archipresbyter, Archidiaconus und Pri: 
micerius der Notare pflegten nämlich den Tod des Pc1pfts 
dem Exarchen anznzeigen, worauf man die von Geistlichen 
Siehe 
die 
beiden Pagi.
        

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