Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-310965
Erhaltung 
der Bildsäulen. 
75 
Demnach verordnete selbst der glaubenseifrige Besieger der 
heidnischen Faction des Eugenius, daß die Statuen der alten 
Götter, nachdem sie aufgehört hatten, Gegenstand der Ver: 
ehrung zu sein, als öffentlicher Schmuck der Stadt erhalten 
werden sollten. In der That nennen Schriftsteller des 1v. 
und V. Jahrhunderts Roms Plätze, Bäder und Säuleuhallen 
voll von Statuen. Außerdem prangten die Häuser römischer 
Großen noch mit Sammlungen von Werken der bildender: 
Kunst und Malerei. Die fürstlichen Paläste selbst der .Bassus, 
Probus, Olybrius, Gracchus und Paulinus, welche zum 
Christentum übergetreten waren, mochten ihre Gaste noch 
eine Zeit lang durch den Anblick nackter Gottheiten der alten 
Mythologie erfreuen oder beleidigen.1 Doch die Zeit war 
nahe, wo viele Römer aus Furcht vor Christus oder vor 
Alarich manche metallne oder 1narmorne Lieblingsgötter be: 
graben mochten, sie gleich Schätzen in die Erde versenkend, 
aus welcher sie dann erst nach langen Jahrhunderten hervor: 
gezogen wurden. Die Künstler selbst arbeiteten nicht mehr; 
seitdem die alten Götter Griechenlands in ihren verschlossenen 
Tempeln trauerten, wurden auch die tausend Werkstätten 
Die Sculptur hatte keine Aufgabe mehr; 
meißelten nur Sarkophage mit biblischen 
Rom7s verlassen. 
christliche Künstler 
     
0rnamenta fuant. putriae, neu deccs1o1s ums 
       
contra sym1nach. I. v. 501.  
Fea stille r0vine p. 279 beruft sich auch auf S. Amb1sos. Epist. 18. 
U. 31. T. III. 886 B., wo er dem Kaiser Valentinian sagt: non jI1is 
satis sum 1avac1sa, non Portions, non plateae 0ccnpatae sj1nu1acris7 
E Der Palast des Symmachus mochte noch das legte Kunftmufeum 
Roms im antiken Sinne sein. Er stand auf dem Cölius, wo heute 
die Billet Casali steht. S. De Rossi Anno,1. de1l7 lnstit. XXl. 283.
        

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