Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-310728
Die 
Regionen. 
vierzehn 
ö1 
Die dreizehnte Region Umfaßte den Aventin und die XYg1e.nZE:H;Fu 
am nahen Fluß gelegene Tiefe. Dort stand noch der alte 
Tempel der Diana, welchen einst Servius als lateinisches 
Bundesheiligtum errichtet haben soll, und der Tempel der 
Minerva, wol auch noch der im Verzeichnis; nicht genannte 
Tempel der Juno Regina und der Dea Bona; ferner lagen 
dort die Bäder des Snra und des Decins; am Flusse das 
Emporinm, der AusIadepla1;. für die Tiberfchiffe, die Horrea 
oder Speicher an der jetzigen Marmorata, und andere auf 
den noch heutigen Tags dort lebhaften Hafenvekkehr bezug: 
liche Anftalte11.I  
Die vierzehnte und letzte Region RomU5 untfaßte alles 
Gebiet jenseits des Flusses, den von Aurelian in die Mauern 
hineingezogenen Janiculus und den erst im IX. Jahrhundert 
unin1auerten vaticanisoT;en Hügel. In diese transtiberinische 
Region führten folgende Brücken: 
II Pons Sublicius, die älteste Brücke Ro1n7s, aus Holz: Die 
werk.  ist ungewiß, wann sie uuterging. Eine Brücke, 
welche erst unter Sixtus IV. im Jahre 1484 zerstört wurde, 
und deren Reste noch bei S. Michele aus dem Wasser ragen, 
wird wol mit Unrecht für die Sublicische gehalten. 
VrüLfcn. 
4 Piale deg1i antic11i arsena.li det1i Navalia CPo11t. Accad. di 
Arcl1. 1. April 183OJ hat nachgewiesen, daß das Emporium unter dem 
Aventin lag, die Navalia an Ripa Grande zu suchen seien. Diese letztere 
Ansicht widerlegt der griindlichste der Archäologen, Becker, der den Nu: 
valia eine unbekannte Stelle im Marsselde anweisi. Handbuch l. 1582c. 
Eine Ausgrabung am Tiberufer hinter der Marmorata Cim Januar 1868J 
scheint die Stelle des alten Emporium zu bestimmen. Sie ist in diesem 
Augenblick noch nicht weit genug vorgeschritten, um ein iiberzeugendes 
Urteil zu fällen. Viele Marmorblöcke, für Kiinstlerwerkstätten bestimmt, 
und dann, als Götter und Künstler zugleich fielen, verlassen, kommen 
dort an den Tag  ein ergreifendes Bild aus den Zeiten plötzlichen 
Versinkens alles Schönen in barbarische Nacht. 
 4 
        

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