Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-314838
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Buths 
Zweites 
Siebentes 
Capitel. 
560, starb; erst sein Nachfolger, der Römer Johannes IIl 
Catelinus, vollendete diese Basilika. Sie ist dieselbe, welche 
Des;  nach den zwölf Aposteln benannt wird, oder vielmehr deren 
Yes;  Stelle der Neubau Clemens, XI vom Jahr 1702 einnimmt; 
denn von der ursprünglichen Kirche ist nichts mehr übrig, 
als sechs antike Säulen. Sie war von bedeutender Größe, 
und mit Gemälden in Mosaik wie in Farben geschmückt.1 
Weil sie in der Via Lata unterhalb der Thermen Constan: 
tin7s erbaut worden war, entstand die irrige Meinung, dieser 
Kaiser habe sie ursprünglich gegründet, und sie sei dann erst 
von Pelagius erneuert worden.2 Es ist sehr wahrscheinlich, 
daß zu ihrem Bau Material von jenen Thermen verwendet 
wurde; sie mußten damals verfallen sein, und Narses wird 
sich um so weniger geschart haben, dies zu bewilligen, weil 
die Thermen überhaupt nach der Zerstörung der Wasserlei: 
tungen nicht mehr gebraucht werden konnten. Eine Basilika 
konnte damals nicht errichtet werden, ohne daß man sie aus 
Steinen und Säulen antiker Gebäude zusammenseHte, und 
nur so wird der Bau in einer Zeit so völliger Erschöpfung 
I Ein Brief des Papftes Hadrian I. Ein den Arten des II. Nicän. 
Coneils, Labbe Tom. VIII. p. 1591J führt Kirchen Roms an, die vor: 
zugsweise mit Mosaiken geschmückt waren, wie S. SilVestro, S. Marco, 
die Vasilika des Julius, S. Lorenzo in Damaso, S. Maria fMaggiore1 
und S. Paul; es heißt darin: mirae magnitudinis ecelesiam Ap0stos 
10rutn a sol0.aediHcantes hjst0rias diversas tam in musiv0 quam 
in varjis coloribus cum saoris pjngentes im:Iginibus s. 
T Dies meinte noch Andr. Fulvius Am. Rom. V., wo er von den 
christlichen Kirchen spricht. Vokaterranus, Protonator und Vicar der 
Bafilika der Ss. Ap0st01i, beschrieb um 1454 diese Kirche, und was 
er sagt, zog MartineUi Roma ex et11. 2c. p. 64 aus dem Bat. Cod. 
5560 aus. Volaterranus fah die alte Kirche noch und las auf der 
Apsis die Verse: 
Pejagius c0epit, compIevin Papa .I0kinne8  
U11um 0pus amb0rum par micat et. merjtum.
        

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