Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-314581
Narses 
erobert 
Rom. 
437 
552, im sechs und zwanzigsten Regierungsjahre Justinian1s, Basses zieht 
zu dessen Zeit die Stadt, wie Procopius mit Staunen be: F. TM M 
merkt, nicht weniger als fünfmal war erobert worden.1 
Der Sieger sandte die Schlüssel Roms an den Kaiser nach 
Byzanz, der sie mit gleicher Freude annahm, wie er kurz 
vorher das blutige Gewand und den Helm Totila9s empsan: 
gen hatte. 
Der Geschichischreiber dieser Dinge wirft bei jener Ge: Untergang 
regcnhcit einen Blick auf die Widersprüche des Schicksals, M SeWs 
welches das anscheinend glücklichste Ereigniß zu gleicher Zeit 
zu einem tiefen Verderben machte. Er erzählt mit niichter: 
nen Worten den Untergang der berühmtesten und ältesten 
KörperschaftRom7s, ohne für deren große Vergangenheit auch 
nur eine teilnehmende Erinnerung zu verraten. Dem römi: 
schen Volk, so sagt Procopius, wie dem Senat sollte dieser Sieg 
noch zu einem größeren Unheil Ursache werden. Die fliehen: 
den Gothen, an der ferneren Behauptung Jtalien7s verzwei: 
felnd, gaben nun dem Gefühle des Hasses und der Begier 
nach Rache Raum; alle Römer, auf die sie stießen, ermordeten 
sie erbar1nungslos, und ihrem Beispiel folgten selbst die 
Barbaren, welche unter der Fahne des Narses dienten. Denn 
von der sehnsüchtigen Liebe zu.Rom getrieben, eilten viele 
Römer, auf die Kunde, die Stadt sei befreit, in sie zurück. 
Viele jener Senatoren, welche einst Totila nach Campanien 
exilirt hatte, waren noch dort: denn nur wenige hatte der 
General Johannes mit sich geführt und nach Sicilien ge: 
bracht.2 Auch sie eilten jetzt nach Rom; aber die Gothen 
1 A. 536 durch Belisar; A. 546 durch Totila; A. 547 durch Be: 
lisar; A. 549 durch Totila; A. 552 durch Narses. 
T 7roJ.x0i ask End IF; EuyJeJ.:J7ou x70uJ.I;s, sagt ProcvpiUs IV. 34 
ausdrücklich.
        

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