Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-313805
Belc;gerung 
Roms 
Vitiges. 
durch 
359 
dort besonders in der Gegend schwach, wo sich an sie ein 
altes Vivarium für wilde Thiere anlehnte. Es lag neben 
dem Tor von S. Lorenzo, welches damals das prä11estischeALsI;reZ;D;. 
gewesen sein muß, und es versteckte nur die Schwäche der 
Mauer, ohne sie selbst zu verstärken.1 Vitiges leitete hier 
in Person den Sturm, und Belisar, von der Gefahr benach: 
richtigt, eilte vom salarischen Tor herbei, sie abzuwenden. 
Die Gothen waren schon in das Vivarium eingedrungen, 
aber sie wurden durch einen Ausfall zuerst in den engen 
Ort zusammengedrückt, dann in ungeordneter Flucht in ihr 
entserntes Lager zurückgetrieben, während ihre Maschinen 
in 
Flammen 
aUfgi11gen. 
Auch vom .salarischeu Tor schlug man den Sturm durc2 As:dekPpk:k2 
einen gleich kräftigen Ausfall ab; das Flaminische wurde gSc7clHcFTZ2kZb; 
.wegen seiner Steile nicht angegriffen, und den Murus ruptus 
zwischen ihm und der Porta Pinciana verteidigte der Apostel 
Petrus selbst, indem er die Gothen mit Blindheit schlug. 
Diese seltsame Sage aus der Zeit, wo Petrus schon der er: 
klärte Schutzpatron Ro1nis geworden und sein Leichnam an 
die Stelle des alten Palladiumis getreten war, erzählt Pro: 
copius mit Verwunderung. Der Mu1sus ruptus war ein Teil 
4 Nardini 11. p. 17 verlegt den Sturm und das Vivarium neben 
das Amphitheatruni Castrense seitwärts von Porta Maggiore. Jndeß 
hält Niebuhr Cbei Bunsen l. 657J Piale7s Ansicht gegen Nibby fest, daß 
die Pranestina das heutige Tor S. Lorenzo sei. Er führt an, daß 
Fla1ninio Vacea tin seinen Me1norieJ eine Via Prän. von der Porta S. 
Vor. ans nennt, und dieser bezeichnet sogar die Porta di S. Lor. als 
Pränestina. Denn er sagt in. 15J, am Tor S. Lor. seien viele gothi: 
sehe Graburnen gefunden und er habe gelesen, daß die Gothen dort eine 
Niederlage erlitten. Die Ansicht der Römer seiner Zeit, die sich auf 
die Tradition stürzte, scheint mir der Beachtung wert. Erst der Anon. 
von Einsiedeln bezeichnete die Porta Maggiore als Pränestina.
        

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