Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-313075
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Buchs 
Zweites 
Zweites 
cs:apiteI. 
haben. Bei jeder feierlicher: Gelegenheit, zumal beim Amts: 
antritt des Consuls oder anderer hoher Staatsbeamten wur: 
den noch immer öffentliche Lustbarkeiten veranstaltet; und 
die wenigen Geschichtschreiber jener Epoche haben nicht ver: 
säumt wie ein wichtiges Ereigniß aufzuzeichnen, daß Theo: 
dorich während seiner Anwesenheit in Rom dem Volk Schau: 
spiele im Amphitheater und im Circus zum Besten gab. 
Denn nur diese beiden SchaupläZe werden noch als im Ge: 
brauch erwähnt, während den Circus Flaminius und den des 
Maxentins schon tiefes Schweigen bedeckt. 
D;;Ifsesss Das Amphitheater des Titus bestand damals unver: 
dauern fort. sehrt; aber die Verarmung der Staatskassen und der Großen, 
endlich die christlich gewordene Moral der Zeit erlaubten we: 
der mehr die imposanten, noch die grausamen Schauspiele 
des alten Rom. Die Gefechte der Gladiatoren waren seit 
Honorius von der Arena verschwunden, denn wärens sie es 
nicht gewesen, so würde sie Cassiodor in dem merkwürdigen 
Rescript genannt haben, wo er von den Darstellungen im 
Amph.itheater ausführlich redet.I Sie waren auch in Byzanz, 
doch später als in Rom, durch das Edict des Kaisers Ana: 
stasius l. im Jahre 494 für immer abgeschafft worden. Je: 
doch entbehrte der an Blut gewöhnte Sinn der Römer nicht 
ganz des angenehmen Schauspiels von Menschen die kiimmer: 
 lich befoldet wurden, um vor den Augen des Publicums sich 
zerfleischen zu lassen. Dies waren die Venatores oder Thier: 
Jäger, welche mit den Ringkämpfern abwechselnd die Arena 
belebten. Bisweilen erinnerten diese Thierspiele sogar durch 
Jägers. Die 
die der Qual 
1 Variar. V. 42. Rescript auf das Bittgefuch eines 
Arten dieser Thierkämpfe nennt Cassiodor unzählig, wie 
in Virgils Hölle.
        

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