Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-312660
Odoacer 
und 
TheodoriChs 
245 
unvermögend, 
die 
italisChe 
Krone 
in 
s einem 
Stamme 
s einen 
Enkeln zu iiberliefern. Der byzantinische Kaiser betrachtete 
ihn als Usurpator, und wartete nur auf die erste Gelegenheit, 
ihn zu beseitigen. Zu diesem Unternehmen fand sich ein 
anderer und größerer germanischer Heerkönig nnd ein ganzes 
Volk, welches aus seinen verwiisteten Sitzen am Hämus auf: 
brach, um sich in Jtalien niederzulassen. Dies waren die 
kriegerischen Ostgothen, welche damals Theodorich beherrschte. 
Byzanz fürchtete ihre wiederholten Einfälle in das östliche 
Reich, dem der Gothenkönig leicht das Schicksal bereiten 
konnte, welches Italien durch Odoacer erlitten hatte. Der 
Kaiser Zeno machte ihn dciher zu seinem Bundesgenossen und 
gab ihm den Titel eines Consul und Patricius. Um ihn 
vom Osten zu entfernen, forderte er ihn auf, die Raub: und 
Wanderlust seines Volkes nach dem Westen zu richten, und 
dem ,,TyrannenU Odoacer das italische Land zu entreißen. 
Theodorich führte hierauf im Jahre 488 sein ganzes Gothen: TW,W,, 
Volk nach Jtalien; er erschien mit der furchtbaren Macht  
seiner Krieger in der Ebene des Po. I Mj.YgT1.W 
Der Kampf der beiden germanischen Helden um den 
Besitz des schönen Landes war lang und erbittert. Am 
Jsonzo und bei Verona kurz hintereinander Cim Jahre 489J 
geschlagen, wars sich der tapfere Odoacer nach Ravenna, seiner 
letzten Schanze. Die vereinzelte Angabe eines Chronisten, 
daß er nach dem Verluste Verona7s nach Rom hinunterzog, 
T Es ist unbekannt, wie groß die Zahl des Oftgothischen Volkes war, 
welches Theodoricl; nach Jtalien führte. Gibbon nimmt eine Million 
an; neuere Forscher, wie Köpfe und Dahn begnügen fiel; mit 200ss 
250,000 Menschen, und etwa 60,000 Kriegern. Aber sollte das Volk 
Thevdorich7s wirklich in Pavia neben den alten Ortseinwohnern Raum 
gehabt haben7 CSartori11s, Regierung der Ostgothen, p. 15.J
        

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