Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-309813
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-311994
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Erstes 
Buch 
FÜtIftes 
CaPitel. 
Städte Jerusalem und Bethlehem geschlossen, zu denen Leim: 
mer, Sinubilder der Gläubigen, aufblicken. Dieses sind die 
ausgezeichneten Mofaiken der S. Maria Maggiore, ein 
Denkmal der legten Blüte der römischen Malerei 
schönes 
im V. 
Jahrhundert. 
Das Buch der Papste zählt den reichen Schmuck, welchen 
Sixtus in seine Marienkirche stiftete, und es scheint nach 
diesem Katalog von Prachtgeräten, daß seit der gothischen 
Plünderung das Gold selten geworden war. Denn es wird 
nur ein Becher CScyphusJ aus purem Golde verzeichnet, 
50 Pfund an Gewicht. Die übrigen Weihgeschenke sind silbern, 
unter ihnen ein mit Platten von 300 Pfund belegter Altar, 
und ein 30 Pfund schwerer Hirsch, aus dessen Munde das 
S:2ig2udkk Wasser in das Taufbecken sprang. Jndeß gewann Valen: 
ZYZuZiskkJHT tinian auf Bitten des Bischofs dem erschöpften Schatze noch 
Z17LT7 M: so viel ab, daß er über der Consession des S. Peter ein 
goldenes und mit Edelsteinen verziertes Relief des Erlösers 
und der zwölf Apostel aufstellte, in der Basilika des Lateran 
aber 
ein 
silbernes 
Taberuakel 
CFastjgiumj 
ers eHte. 
Denn 
dies hatten die Gothen trotz ihrer Schonung der Kirchen 
geraubt.1 Da dieser Schatz allein 511 Pfund wog, so mag 
man sich vorstellen, welche reiche Beute sie sonst aus den 
Kirchen Rom7s entraffen konnten. Honorius; Placidia und 
Valentinian, wie die Bifchöfe ihrer Zeit, waren eifrig bemüht, 
jene Verluste zu ersetzen. Die beraubten Kirchen erfüllten sich 
wieder mit Kostbarkeiten von massivem Gold und Silber, 
und es gibt keinen unter jenen Bischöfen, dem das Buch der 
Päpste nicht rühmend die Vasen, Leuchter, Altäre und Bild: 
1 Anastas. 
constantiniana, 
in 
basilic:a
        

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